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Gesundheit : Eine rote Schleife erinnert an Aids

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vor etwa 30 Jahren haben Forscher das HIV-Virus erkannt. Gestern wurde weltweit über die gefährliche Krankheit gesprochen.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Jedes Jahr am ersten Dezember stecken sich viele Menschen eine kleine, rote Schleife an ihre Kleidung. Diese Schleife ist dann auch auf Plakaten oder im Fernsehen zu sehen. Die Schleife soll an eine Krankheit erinnern, die Aids heißt. Gestern wurde wieder auf diese Krankheit aufmerksam gemacht. Denn es war Welt-Aids-Tag. Vor etwa dreißig Jahren haben Forscher Aids als Krankheit erkannt. Und das Virus, das die Krankheit auslöst.

Meist sprechen Leute darüber als HIV. Das ist die Abkürzung für Humanes Immunschwäche-Virus. Humanes bedeutet menschliches. Das HI-Virus ist bis heute nicht besiegt. Obwohl Wissenschaftler aus vielen Ländern schon lange daran forschen. Das HI-Virus versteckt sich nämlich sehr gut im Körper. „Viren können sich zum Beispiel in das Erbgut von menschlichen Zellen einbauen“, sagt der Experte Joachim Denner. Das Erbgut ist der Bauplan für unseren Körper. Eine Kopie von diesem Plan liegt in praktisch jeder Zelle des Körpers. „Aus den befallenen Zellen bekommt man das Virus nicht mehr heraus“, sagt der Experte. Die Viren schlüpfen außerdem gern in Zellen unseres Immunsystems.

Eigentlich sollen die Zellen die Menschen vor Krankheiten schützen. Wenn sie von dem Virus bewohnt sind, können sie das aber nicht mehr so gut machen. Menschen, die viele HI-Viren im Körper haben, können deshalb leichter krank werden. Schon eine Erkältung kann sie sehr krank machen. Wer das Virus hat, kann deshalb auch früher sterben. „Eigentlich bräuchte man eine Impfung, damit das Virus erst gar nicht in den Körper gelangt“, sagt Joachim Denner. Weil das Virus aber so gut im Verstecken ist, und sich noch dazu oft verändert, gibt es so eine Impfung bisher nicht.

Die Forscher wissen aber mittlerweile, wie sich das Virus mit der Zeit im Körper ausbreitet. „Es gibt deshalb unterschiedliche Medikamente, mit denen Ärzte zumindest verhindern können, dass sich das Virus ausbreitet“, sagt der Experte. Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, müssen diese Medikamente aber ihr ganzes Leben lang nehmen.

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