MITMACHEN : Eine Nacht im Museum

Emilly, Mio, Giulia und Sina  versuchen beim Archäologen, die antike Vase zusammenzufügen. Sie fragen sich, welches Teil besser in die letzte große Lücke passt.
Emilly, Mio, Giulia und Sina versuchen beim Archäologen, die antike Vase zusammenzufügen. Sie fragen sich, welches Teil besser in die letzte große Lücke passt.

Zwischen Schlossgespenstern und dem grimmigen Nachtwächter entdeckten 22 Kinder Schloss Gottorf.

shz.de von
10. Oktober 2016, 01:40 Uhr

Im Dunkeln und allein, ohne andere Besucher im Museum. Hat nicht jedes Kind schon einmal davon geträumt? Freitagnacht wurden so einige Träume wahr, und es ging im Schloss Gottorf abenteuerlich ins Wochenende. Zusammen mit dem Jugendzentrum und dem Rollenspielverein Schleswig entstand dort eine schräge, spannende Welt. Kinder aus ganz Schleswig-Holstein kamen extra für diese Nacht nach Schleswig. So auch Emilly, 10 Jahre alt, aus Hohn bei Rendsburg. Ihre Oma hatte ihr von der Nacht im Museum erzählt, und Emilly gefiel die Idee sofort. Also packte sie ihre blaue Isomatte mit blauem Schlafsack – denn blau ist ihre Lieblingsfarbe – und machte sich auf ins Abenteuer.

Im Jugendzentrum richteten sich alle für die Nacht ein und spielten noch eine Runde Volleyball oder Tischkicker. Dann ging es im Dunkeln gemeinsam auf die kleine Reise zum Schloss.

In zwei Gruppen begaben sich die 22 Kinder auf eine Schatzsuche. Im Mittelpunkt stand ein alter Brief von Herzog Friedrich III, der einst im Schloss residierte. Die Kinder bastelten antike Vasen zusammen, lösten Wörterrätsel und stellten sich akrobatischen Herausforderungen.

Vorbei am grimmigen, hustenden Nachtwächter des Museums, fanden sie das erste Puzzleteil zum Schatz. Das Schlossgespenst, der Archäologe und der Museumsdirektor stellten ihnen weitere knifflige Aufgaben. Und dem gestressten Hausmeister des Schlosses halfen sie beim Putzen.

„Man braucht nicht nur Glück, man braucht auch gutes Teamwork!“, erklärte Emilly dem Schlossgespenst, welches schon seit 1833 im Schloss Gottorf angestellt ist und wohl deswegen auch schon ziemlich alte Wörterrätsel stellte, die die Kinder sofort durchschauten. „Möcht wohl wissen, wer das ist, der immer mit zwei Löffeln isst?“, hallte es in die Runde. Und sofort kam die Antwort: „Ein Hase, natürlich!“, rief Mio.

Kurz vor Mitternacht ging es zurück ins JUZ, schließlich freuten sie sich auf das nächste spannende Ereignis, die Übernachtung.

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