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Schon gewusst? : Eine Geheimsprache im Supermarkt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Muster aus schwarz-weißen Strichen – das findet man auf fast allen Waren. Es ist ein Code, den die Kasse für den Preis und anderes benötigt.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 13:40 Uhr

Piep, piep, piep. Den ganzen Tag hören Kassierer im Supermarkt dieses Geräusch. Jedes Mal nämlich, wenn ihre Kasse den Preis einer Ware erfasst. Das Piepen bedeutet: „Ok, ich hab den Preis, nächstes Produkt bitte“.

Ob die Verkäuferin gerade Gummibärchen, Dosentomaten oder Hundefutter verkauft, weiß die Kasse von allein. Und natürlich, wie viel die Sachen kosten.

All diese Infos verstecken sich nämlich in dem Strichcode, der auf fast alle Waren aufgedruckt ist. Er heißt auch Barcode. Der Strichcode ist einfach ein Muster aus weißen und schwarzen Strichen. Sie sind unterschiedlich dick. Aber diese Striche sind besondere Striche: Sie sprechen eine Art Geheimsprache. Die Kassen im Supermarkt können diese Sprache lesen.

Das geht so: In jeder Kasse ist ein Lesegerät. Es heißt auch Scanner (gesprochen: Skänner). Meist ist dieser Scanner unter einer Glasplatte verborgen. Wenn der Kassierer nun ein Produkt über die Glasplatte zieht, wirft der Scanner einen Lichtstrahl auf den Strichcode. Manchmal sieht man das Licht als dünnen roten Streifen. „Das rote Licht ist ein Infrarotstrahl“, erklärt Expertin Steffi Kroll. „Damit misst der Scanner aus, wie breit die schwarzen und weißen Striche auf dem Produkt sind.“ Immer zwei schwarze Striche plus die weiße Lücke dazwischen stehen für eine Zahl. Die Kasse übersetzt also die Reihe von Strichen in eine Reihe von Zahlen. Ein Strichcode bedeutet für sie zum Beispiel: 40 00001 020041. Diese Zahl ist auch meistens unter den Codes aufgedruckt. Ein Kunde im Supermarkt kann mit so einer Zahl nicht allzu viel anfangen. Die Kasse aber vergleicht die Nummer mit vielen Nummern in einer Liste, die in einem Computer gespeichert ist. So weiß sie dann etwa: „40 00001 020041 – das ist die 200 Gramm Tafel Nuss-Schokolade von der Firma Leckerli. Die kostet 1,69 Euro.“ „Das Scannen geht sehr schnell. Der Kassierer muss nicht mehr jeden einzelnen Preis mit der Hand eintippen“, erklärt Steffi Kroll.

Außerdem muss auf die Waren im Supermarkt kein Preisschild mehr geklebt werden. Die Strichcodes sind schließlich schon auf die Produkte gedruckt. Und wenn eine Ware im Angebot billiger verkauft werden soll? Dann muss nur der Preis im Computer verändert werden, der zu dem entsprechenden Strichcode gehört.

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