zur Navigation springen

Friedensnobelpreis : Ein Zeichen gegen Atomwaffen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei diesem Nobelpreis hören viele Menschen genau hin, denn es geht um den Frieden.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 01:23 Uhr

Ihre zerstörerische Kraft ist kaum vorstellbar. Eine Atombombe kann ganze Städte vernichten. Manche Länder besitzen solche Waffen, um Gegner abzuschrecken oder zu bedrohen. Andere finden, dass niemand auf der Welt so viel Macht haben sollte.

Das Bündnis Ican (gesprochen: Aikän) kämpft dafür, Atomwaffen abzuschaffen. Es setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Länder einen Vertrag unterzeichnen. Darin erklären sich die Staaten dazu bereit, keine Atomwaffen zu besitzen, zu entwickeln, zu testen oder mit ihnen zu drohen.

Gestern wurde bekannt: Ican bekommt für seine Bemühungen den Friedens-Nobelpreis. Mit ihrer Wahl hat die Jury des Preises ein Zeichen gesetzt. „Wir leben in einer Welt, in der das Risiko, dass Atomwaffen zum Einsatz kommen, größer ist als lange Zeit zuvor“, sagte die Chefin der Jury.

Der Preis ist eine sehr wichtige Auszeichnung. Wer ihn erhält, ist weltberühmt. Als Nobelpreis-Träger könnte Ican noch mehr Unterstützung bekommen. „Wir sind sehr glücklich über diese hohe Auszeichnung und den Rückenwind, den wir dadurch für ein Atomwaffen-Verbot erhalten“, sagte ein Vertreter des Bündnisses. Außerdem forderte er alle Staaten dazu auf, bei dem Atombomben-Verbot mitzumachen.

Deutschland hat den Vertrag bisher noch nicht unterschrieben. Die deutsche Regierung ließ mitteilen: Solange es eine Bedrohung durch manche Staaten mit Atombomben gebe, seien die Waffen als Abschreckung notwendig. Auch die Regierung wünsche sich aber eine Welt ohne Atomwaffen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen