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Kindernachrichten

24. August 2017 | 01:43 Uhr

Tiere : Ein Vogel ohne Flügel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kiwis gibt es nur in Neuseeland in freier Natur. In ihrer Heimat sind die Tiere bei den Menschen sehr beliebt, aber auch bedroht.

In einem sehr dunklen Raum raschelt es hinter einer großen Glasscheibe. Wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, kann man kleine, flinke Gestalten umherflitzen sehen. Sie sind etwa so groß wie ein Huhn.

Im Orana Tierpark von Christchurch in Neuseeland kann man besondere Vögel erleben. Sie heißen Kiwis. Tierpfleger Leigh Percasky ist für sie verantwortlich. Sie seien sehr scheu und meist nur in der Nacht aktiv, sagt er. „Tagsüber verkriechen die Kiwis sich in kleine Höhlen, die sie in die Erde gebuddelt haben. Dort schlafen sie dann.“ In der Natur sind Kiwis deshalb nur sehr selten anzutreffen. Im Tierpark wird ihnen aber tagsüber vorgegaukelt, es sei Nacht. Besucher können die Kiwis in abgedunkelten Tierhäusern beobachten.

Die braunen Vögel leben in der Natur nur in Neuseeland. Das Land liegt von Deutschland aus gesehen auf der anderen Seite der Welt. „Kiwis haben sich perfekt an das Leben in den Wäldern angepasst“, sagt Tierpfleger Leigh. Der Kiwi ist ein Laufvogel. Seine Flügel sind verkümmerte, kleine Stummel und unter den struppigen Federn nicht zu sehen. Fliegen kann er nicht.

Das war vor langer Zeit kein Problem für den Kiwi. Denn vor vielen Hundert Jahren lebten in Neuseeland keine Menschen. Es gab dort auch keine Hunde, Hasen, Katzen oder andere Säugetiere, die den Kiwis am Boden gefährlich wurden.

Heute aber hat der Kiwi große Probleme. Denn die Natur hat sich in Neuseeland sehr stark verändert. Als Menschen das Land besiedelten, brachten sie Tiere mit, die es dort bis dahin nicht gab. Hunde, Katzen und Hermeline zum Beispiel. Diese Tiere vermehrten sich schnell. Für die Kiwis und andere heimische Tierarten in Neuseeland sind sie eine große Bedrohung.

Tierschützer versuchen, den Kiwis zu helfen. Sie fangen zum Beispiel ihre Feinde ein, wie Wiesel. Und sie halten Kiwis auch in Gehegen. Dort können sie ihre Eier legen und brüten. Später lassen Tierschützer die Kiwis in bestimmten Wäldern frei.

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erstellt am 22.Feb.2016 | 01:58 Uhr

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