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Lernen : Ein Tag in der „Rainbow school“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit der Sprache verreisen: So haben Kinder in Satrup gestern mit Englisch ihre Regenbogenschule verwandelt.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 01:16 Uhr

Good morning, so werden Piet und Paula in der Regenbogenschule in Satrup im Kreis Schleswig-Flensburg begrüßt. Beim Englischtag machen alle Kinder der Grundschule mit.

In der Fitness-Station turnen Manisha, Janneke, Viola, Marcin und Jan-Hinnerk. „Jump up and down“, sagt die Lehrerin. Und Manisha weiß sofort, wie es geht: Sie springt hoch und runter. Die Viertklässlerin hat ja schon zwei Jahre Englisch und kann es den Erstklässlern zeigen.

Doch manchmal wissen auch die Erstklässler schon gut Bescheid. Bei der Frühstücks-Station zeigt Malte den Großen, was eine grapefruit ist. An dieser Frucht sieht man, dass manchmal die englischen Wörter ins Deutsche übernommen werden.

Piet und Paula staunen über die vielen Angebote für die Schüler. Sie lernen zum Beispiel die „Royal Family“ – die königliche Familie des Vereinigten Königreichs von Großbritannien– kennen und machen Musik auf Englisch, mit Trommeln und einem Rainbow school Kampfruf. Mit Musik hat der Englischtag auch begonnen – mit einer Musicalaufführung „Hexe Huckla und die verrückte Sprachmaschine“ des Theaters Nimmerland. Seitdem laufen die Schüler Englisch sprechend durch die Schule.

Für Luke (10) ist das überhaupt kein Problem. Er hat die ersten acht Jahre seines Lebens in Kalifornien in den USA gelebt, denn sein Vater ist Amerikaner. Deshalb, und weil er viele Kartentricks kann, übernimmt er an diesem Tag die Lehrerrolle an der Card trick station. Hier verblüfft er seine Mitschüler, indem er  jede  Karte wiederfindet – egal ob ace of spades (Pikass) oder king of hearts (Herzkönig). Dabei können sie gleich noch die Spielkarten-Zahlen von one (1) bis ten (10) lernen. Sein Freund Joris (9) hilft Luke beim Kartentricksen. Englisch ist sein Lieblingsfach. „Ich möchte mal mit Luke nach Kalifornien. Das ist bestimmt spannend, in einem Land zu sein, wo man noch nicht viel versteht“, sagt der Viertklässler. Er würde auch gern mal nach Afrika, und dort kann man sich in vielen Ländern auch gut mit Englisch verständigen. Denn die Sprache wird nicht nur in Großbritannien oder den USA gesprochen. Und Joris findet es wichtig, früh Fremdsprachen zu lernen: „Schade, dass es noch keinen Englischtag gab, als ich in der ersten Klasse war.“

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