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Wissenschaft : Ein Stoff aus Kälte und Wasser

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schnee macht die Welt im Winter hell und schön. Damit die tollen Flocken vom Himmel fallen, muss es aber nicht nur kalt sein.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 03:37 Uhr

Ohne die weißen Flocken läuft bei Olympia gar nichts: Schnee ist der Stoff, auf dem die Skifahrer zu Medaillen eilen. Mal ist er weich und matschig, mal eisig und hart. Doch wie entsteht eigentlich Schnee?

Dafür müssen verschiedene Dinge zusammenkommen. „In der Luft muss zum Beispiel genügend Feuchtigkeit vorhanden sein“, erklärt Margret Matzl. Sie ist Schnee-Forscherin und arbeitet in der Stadt Davos in unserem Nachbarland Schweiz. Die Feuchtigkeit ist enorm wichtig. Denn Schnee besteht aus gefrorenem Wasser. Außerdem muss es hoch oben in den Wolken richtig kalt sein. Dann kann es mit Schnee losgehen! In der Luft schwirren unzählige, klitzekleine Wasser-Tröpfchen herum. Sie sind so winzig, dass du sie mit bloßem Auge nicht sehen kannst.

Wenn die Luft in den Wolken kalt genug ist, beginnen diese Tröpfchen zu gefrieren. Aus den Wasser-Tröpfchen werden winzige Eis-Kristalle. Um diese Kristalle herum kann nun immer mehr Wasser gefrieren. Die Eis-Kristalle wachsen und wachsen.

Neben diesen Kristallen fliegen aber noch andere Dinge durch die Gegend: zum Beispiel feinste Staub-Teilchen. „Sie sind für die Schnee-Bildung sehr wichtig“, sagt die Expertin. Denn an diesen Teilchen kann das Wasser super gefrieren. Der Schmutz bildet sozusagen den Kern der Eis-Kristalle. Man nennt sie auch Kristallisations-Keime. „Durch diese Keime wachsen die Kristalle zum Beispiel schneller“, erklärt Margret Matzl.

Doch Schnee ist nicht gleich Schnee. Manchmal fallen zum Beispiel dicke, weiche Schneeflocken vom Himmel. Ein anderes Mal dagegen sind die Schneeflocken ganz klein. Auch das hat etwas mit der Temperatur und der Feuchtigkeit zu tun. Je größer eine Schneeflocke ist, desto wärmer war es auf ihrem Weg zur Erde. Bei einer Temperatur um null Grad Celsius werden die Schneeflocken zum Beispiel am größten. Dann ist die Luft einerseits noch kalt genug. Andererseits enthält sie aber auch noch genügend Feuchtigkeit.

So können die Schneeflocken auf ihrem Weg nach unten weiter wachsen und immer fluffiger werden. Wenn es aber extrem kalt ist, gibt es nur kleine Schneeflocken. Denn durch die Kälte wird die Luft sehr trocken. Sie enthält dann kaum noch Wasser, das gefrieren könnte. Und das braucht man ja schließlich für eine dicke Schneeflocke.

 

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