Tiere : Ein Löffel am Schnabel

Das kleine Löfflerküken wird im Westküstenpark von Hand aufgezogen. Die Pfleger müssen es bis zu siebenmal am Tag füttern.
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Das kleine Löfflerküken wird im Westküstenpark von Hand aufgezogen. Die Pfleger müssen es bis zu siebenmal am Tag füttern.

Seine Eltern ließen es im Stich: Ein zerrupftes Vogelbaby wird im Westküstenpark in St. Peter-Ording von Menschen aufgezogen.

shz.de von
03. Mai 2014, 01:49 Uhr

Er sieht noch etwas zerrupft aus, der kleine Löffler. Der  Vogel wurde in einem Tierpark in St. Peter-Ording an der Westküste Schleswig-Holsteins geboren. Die Eltern des Kleinen hatten ihn nicht richtig gefüttert, nachdem er geschlüpft war. Das berichtete Peter Marke gestern. Er leitet den Tierpark.

Deswegen wird das Tier jetzt von Menschen gefüttert. „Das ist eine Heidenarbeit“, sagt Peter Marke. Bis zu siebenmal täglich muss das Küken verpflegt werden. Die erste Zeit bekommt es klein gehackte Mäuse. Die ersten Tage müsse man sich mächtig anstrengen, damit der Vogel seinen Schnabel auseinandermacht, sagt der Experte.

Seinen Namen hat der Löffler übrigens, weil das Ende des Schnabels der ausgewachsenen Vögel aussieht wie ein Löffel. Mit seinem Schnabel siebt der Vogel das Wasser. Auf der Innenseite der Schnabelspitze sitzen hoch empfindliche Sinneszellen, die nicht nur auf Berührung reagieren, sondern sogar die Bewegungen von weiter entfernten Beutetieren im Wasser spüren können. Der Löffler pendelt mit seinem Kopf hin und her – und filtert dabei sein Futter aus dem flachen Wasser.

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