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Kinder : Ein ganz normaler Schultag in China

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2015 | 01:37 Uhr

Das Leben als Schüler hier ist hart. Schon ab der siebten Klasse wohnen viele in der Schule und sehen ihre Eltern zum Teil nur noch in den Ferien. Auf meiner Schule ist das ungefähr die Hälfte aller Schüler. Aber warum ist das so?

In China sieht der Stundenplan etwas anders aus als in Deutschland. Vor allem länger. Um 7.30 Uhr beginnt der Schultag an meiner Schule mit einer halben Stunde Zeit für Hausaufgaben. Um 9.40 Uhr, nach den ersten beiden Unterrichtsstunden, ertönt dann motivierende Musik aus den Lautsprechern, und die Schüler müssen sich aufstellen zur Morgengymnastik (Foto), bei der sie 20 Minuten lang erst im Kreis laufen und sich dann auf dem Sportplatz der Schule in Reihen stellen, um zu Popmusik zu tanzen.

Nach zwei weiteren Stunden folgt eine zweistündige Mittagspause, die die meisten zum Schlafen oder auch für Hausaufgaben nutzen. Doch danach, um halb drei Uhr, haben manche noch sieben Unterrichtseinheiten vor sich. So endet die Schule für sie erst um 22.20 Uhr. Obwohl die jüngeren Schüler normalerweise ein wenig früher Schluss haben, ist ein so später Heimweg, wenn die Familie in einem Dorf außerhalb lebt, oft unmöglich.

Weil an meiner Schule auch samstags und am Sonntagabend unterrichtet wird und die Familien einiger Schüler in sehr entlegenen Dörfern wohnen, schaffen diese es auch am Wochenende nicht nach Hause, sondern nur in den Ferien.

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