zur Navigation springen

Menschenskinder : Ein Fahrrad für Hannah

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weihnachten wird in vielen Ländern auf der ganzen Welt gefeiert. Wir haben Kinder in fünf Ländern gefragt, wie das Fest bei ihnen aussieht. Hannah aus Ruanda erzählt als erste von ihrem Fest.

„Ich wünsche mir ein Fahrrad zu Weihnachten“, sagt Hannah Kayisinga. Sie ist zwölf Jahre alt und lebt in Kigali. Das ist die Hauptstadt des Landes Ruanda in Afrika. „Dann kann ich wieder damit zu meiner Oma radeln. Sie wohnt fünf Minuten zu Fuß von hier.“

Hannahs altes Fahrrad ist nämlich geklaut worden. Nicht viele Kinder haben Fahrräder in Ruanda. Es ist auch gar nicht so normal, dort Fahrrad zu fahren. Es ist sehr hügelig, es gibt keine Fahrradwege und die Autofahrer achten nicht besonders auf Radfahrer.

Aber in ihrem Stadtteil kann Hannah fahren. „Wir feiern Weihnachten am 25. Dezember. Morgens sind wir bei uns zu Hause und am Nachmittag sind wir dann bei meiner Oma. Oma hat auch einen kleinen, künstlichen Weihnachtsbaum“, erzählt die Zwölfjährige.

„Die ganze Familie kommt zu Oma und feiert. Es gibt viel zu essen, aber nichts Besonderes, was es den Rest des Jahres nicht auch geben würde.“ Etwa 25 Leute feiern bei Hannahs Oma. Gut, dass es in Ruanda auch an Weihnachten schön warm ist. Da kann man dann auch draußen sitzen und es wird nicht zu eng.

„Unsere Geschenke werden am 25. Dezember verteilt“, sagt Hannah. Die Geschenke bekommt sie meist nachmittags von den Eltern. Wann genau das ist, weiß Hannah nie. „Irgendwann werden wir gerufen und dann bekommen wir sie. Ich bin dann ganz aufgeregt.“ Enttäuscht war Hannah noch nie. „Ich wünsche mir nicht zu viel und bekomme deshalb auch immer, was ich haben will.“

zur Startseite

von
erstellt am 13.Dez.2015 | 18:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen