Politik : Ein Brief und seine Folgen

dpa_1494fa00c171eccb

Großbritannien hat gestern den Austritt aus der Europäischen Union eingeleitet.

shz.de von
30. März 2017, 01:43 Uhr

Großbritannien will raus! Schon vor Monaten stimmten die Menschen in dem Staat ab: Sie wollen einen wichtigen Zusammenschluss verlassen, die Europäische Union (EU). Diese Entscheidung nennt man auch Brexit. In der EU sind bislang 28 Länder, auch Deutschland. Seit der Abstimmung in Großbritannien fragen sich viele Menschen, wie es weitergeht. Auch jetzt wieder. Das musst du wissen:

Warum reden gerade alle über Großbritannien?

Am Dienstag unterschrieb Großbritanniens Regierungs-Chefin einen Brief und schickte ihn an die EU. In dem Brief stand: Großbritannien will mit den EU-Staaten über den Austritt verhandeln. Der Brief war so etwas wie der Start-Schuss, auf den viele gewartet hatten. Bislang wurde zwar viel über den Austritt geredet. Erst jetzt aber beginnen die EU und Großbritannien zu verhandeln, wie sie den Austritt organisieren.

Was verändert sich für die Menschen in Großbritannien?

Sicher kann man das noch nicht sagen, meint Politik-Expertin Julia Klein. Es könnte für die Menschen schwieriger werden, in die Länder der EU zu reisen. Auch Menschen aus Großbritannien, die in der EU arbeiten, könnten Probleme bekommen. Nach dem Austritt könnten sie dafür eine Erlaubnis brauchen. Außerdem wird es für Großbritannien vielleicht schwieriger, Geschäfte mit Ländern in der EU zu machen. „Die Lebensmittel könnten deshalb teurer werden“, sagt Julia Klein.

Sind denn alle Menschen in Großbritannien damit glücklich?

Na ja. Das Land Schottland gehört zu Großbritannien. Dort möchte die Regierung die Menschen abstimmen lassen: Wollen sie weiter zu Großbritannien gehören und aus der EU austreten? Oder wollen sie einen eigenen Staat gründen und vielleicht selbst EU-Mitglied werden? Auch in der Hauptstadt London sind viele Menschen gegen einen Austritt. Einige sagen aber: Die Mehrheit der Menschen hat für einen Austritt gestimmt. Also muss man das akzeptieren.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen