Auszeichnung : Dieser Mann kämpft für die Rechte unterdrückter Menschen

Henri Tiphagne bekommt nun eine wichtige Auszeichnung.
Henri Tiphagne bekommt nun eine wichtige Auszeichnung.

Henri Tiphagne ist ein mutiger Mann. In seinem Heimatland Indien setzt er sich für Menschen ein, die benachteiligt und unterdrückt werden. Er macht das schon seit rund 40 Jahren

shz.de von
26. Januar 2016, 11:59 Uhr

Henri Tiphagne ist ein mutiger Mann. In seinem Heimatland Indien setzt er sich für Menschen ein, die benachteiligt und unterdrückt werden. Er macht das schon seit rund 40 Jahren.

Nun erhält Henri Tiphagne dafür eine wichtige Auszeichnung: den Menschenrechts-Preis von Amnesty International (gesprochen: ämnesti interneschenell). Das gaben gestern Leute der Organisation bekannt.

Henri Tiphagne (Foto) kämpft vor allem für die Rechte einer bestimmten Gruppe in Indien. Man nennt sie auch Dalits. Diese Leute haben viele Probleme im Land Indien. Das hat etwas mit uralten Traditionen zu tun, die dort heute eigentlich verboten sind. Die Dalits werden oft ausgegrenzt und haben zum Beispiel Probleme, bestimmte Berufe zu ergreifen. „Wir setzen uns für die Ärmsten der Armen ein, und von denen sind eben die meisten Dalits“, sagt Henri Tiphagne.

Henri Tiphagne ist Rechtsanwalt. Er vertritt zum Beispiel Betroffene dieser Gruppe vor Gericht. Er organisiert auch Kurse für Menschenrechte und informiert Kinder in Schulen über ihre Rechte.

Wegen seiner Arbeit bekam Henri Tiphagne auch schon Probleme, zum Beispiel mit der Regierung, sagt ein Fachmann von Amnesty. Gerade deshalb sei er nun für den besonderen Preis ausgewählt worden. Die festliche Verleihung soll am 25. April in der Stadt Berlin stattfinden.

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