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Raumfahrt : Die umweltfreundliche Rakete

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weltraum-Experten jubeln nach einem gelungenen Experiment.

Sie jubelten und schrien, sprangen hoch und umarmten sich vor Glück. Montagabend flippte eine Menge Weltraum-Experten regelrecht aus. Denn ihrer Firma ist etwas Spektakuläres gelungen: Sie schickte eine Rakete hoch ins All und holte sie einige Minuten später wieder heil zurück. Das ist etwas ganz Besonderes in der Geschichte der Raumfahrt.

Jahrzehntelang liefen Weltraum-Flüge etwa so ab: Raketen starteten ins All. Dort luden sie Raumkapseln oder Satelliten ab. Dann stürzten sie zurück auf die Erde. Dort zerkrachten die Raketen in unzählige Teile. Sie verglühten auch mal oder plumpsten ins Meer. Wiederverwenden konnte man die Raketen nicht.

„Das könnte sich nun ändern“, sagt Experte Andreas Schütz. Die Rakete, die Montag startete, düste ins All. Sie warf ihr oberstes Teil ab. Dieses setzte elf Satelliten ab, jeder davon etwa so groß wie ein Kühlschrank. Der Rest der Rakete drehte sich. Er flog mit dem Hinterteil voran zurück zum Weltraum-Bahnhof im Land USA.

Kurz vor dem Boden flog die Rakete langsamer, klappte seitlich drei Beine aus – und stellte sich vorsichtig wieder aufrecht hin. Nach etwa 20 Minuten war alles geschafft. „Das war eine technologische Meisterleistung“, sagt der Fachmann. Eine ähnliche Landung gelang vor wenigen Wochen schon einem anderen Unternehmen.

Für Raumfahrt-Experten sind das großartige Erfolge. Denn: „Raumflüge könnten so viel billiger werden“, sagt Andreas Schütz. Schließlich kostet so eine Rakete viele Millionen Euro. Wie viel Geld die Firma aber spart, ist noch nicht klar. „Fachleute werden nun wohl erst mal untersuchen, welche Teile wie beschädigt sind“, sagt Andreas Schütz. „Und welche sie wiederverwenden können.“

Dennoch freuen sich Raumfahrt-Experten über die gelungene Landung. Viele gratulierten. Raumfahrer Alexander Gerst etwa schrieb im Internet: „Glückwünsche und dickes Lob!“

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erstellt am 22.Dez.2015 | 18:54 Uhr

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