Tiere im Beruf : Die schwarze Spürnase vom Zoll

Wotan und Dieter Lendzewski sind nicht nur bei der Arbeit ein Team. Der Schäferhund lebt auch bei seinem Hundeführer zu Hause.
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Wotan und Dieter Lendzewski sind nicht nur bei der Arbeit ein Team. Der Schäferhund lebt auch bei seinem Hundeführer zu Hause.

Jeden Morgen fährt Schäferhund Wotan mit seinem Herrchen zur Arbeit. Er arbeitet für den Zoll und sucht nach verbotenen Stoffen.

shz.de von
30. Juni 2015, 05:00 Uhr

Wotan steht vor einer großen Palette mit Erdnussbutter und schnüffelt. Er ist ein schwarzer Schäferhund. Mit seiner Nase riecht er schnell an den vielen Gläsern. Plötzlich hält er still. Ganz starr steht er da. Nicht einmal sein Schwanz wedelt. Jetzt weiß sein Besitzer Dieter Lendzewski: Wotan hat etwas gefunden!

Wotan ist ein Spürhund beim Zoll in der Stadt Hamburg. Die Leute des Zolls kontrollieren zum Beispiel auf Flughäfen oder Schiffshäfen, dass niemand verbotene Dinge ins Land schmuggelt.

Hat er etwas Verbotenes erschnüffelt, gibt es eine Belohnung, zum Beispiel eine Runde Spielen oder ein Stück Wurst. Wenn die Hunde jünger sind, werden sie in der Hundeschule des Zolls trainiert. Auch wenn sie im Berufsalltag sind, wird das Suchen immer wieder trainiert.

Die Zollhunde leben bei ihren menschlichen Partnern zu Hause. Wenn der Zöllner Urlaub hat, muss der Hund auch nicht zur Arbeit kommen.

Für den Zoll sind Hunde wie Wotan eine große Hilfe: Sie können einfach viel besser riechen als Menschen. Wotan ist darauf trainiert, verbotene Stoffe zu erschnüffeln, die Leute irgendwo versteckt haben. Diese Stoffe nennt man auch Drogen.

Wenn Wotan und Dieter arbeiten, sind sie meist im Hamburger Hafen unterwegs. Hier kommen Containerschiffe mit Waren aus der ganzen Welt an. Ab und zu sind in den Containern oder an Bord Sachen versteckt, die da nicht sein dürfen.

Entdeckt Wotan etwas, bleibt er still stehen. „Einfrieren“ nennt man das. Heute ist es nur eine Übung. Ein Hundetrainer hat zwischen der Erdnussbutter Drogen versteckt. Wotan hält so lange still, bis er ein Klicken hört.

Die Verstecke, die Wotan finden muss, sind meist sehr geschickt gewählt. Einmal schnupperte der Hund in einer Gartenlaube, dass irgendwo auf dem Dachboden Drogen liegen müssen. Doch dort führte nur eine Leiter herauf, die Wotan nicht hinaufklettern konnte. Trotzdem wurden die Drogen später gefunden – weil Wotan so hartnäckig war.

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