Sport : Die Sache mit der Taktik

Bayern-Trainer Pep Guardiola muss für die nächste Runde taktisch umdenken.
Bayern-Trainer Pep Guardiola muss für die nächste Runde taktisch umdenken.

Einfach nur gut Fußball spielen reicht nicht in der Champions League. Das bekam Bayern München zu spüren.

shz.de von
08. Mai 2015, 01:20 Uhr

Vorn Tore schießen, hinten Tore verhindern – und gewinnen. Fußball könnte so einfach sein! Wäre da nicht der Gegner. Denn dieser will natürlich auch Tore schießen und Tore verhindern.

Das bekam auch der FC Bayern München zu spüren. Am Mittwoch verlor die Mannschaft gegen den FC Barcelona aus Spanien mit 3:0. Es war das Hinspiel im Halbfinale in der Champions League. Beim Rückspiel am kommenden Dienstag wollen es die Bayern nun besser machen. Dafür braucht es einen Plan. Fußball-Experten sprechen von Taktik. Doch was heißt das eigentlich? Wir versuchen, das Geheimnis zu lüften:

BEOBACHTEN: Entscheidend für die eigene Taktik ist – der Gegner. Trainer und Fußball-Fachleute schauen sich schon vor einem Spiel genau an, was die andere Mannschaft kann. Auf welche Spieler muss man besonders aufpassen? Beobachter werden ausgesandt, um Spiele des Gegners anzuschauen. Außerdem sieht sich das Team Spiele und Spielzüge auf Video an.

ZAHLENSPIELE: 4-4-2 oder 4-2-3-1? Wenn von Taktik die Rede ist, geht es oft um Zahlen. Elf Spieler hat der Trainer zur Verfügung. Diese kann er wie kleine Steinchen beliebig auf dem Spielfeld verteilen – nur der Torwart steht natürlich hinten. Bei der Aufstellung der Feldspieler gibt es verschiedene Varianten. 4-4-2 bedeutet zum Beispiel: 4 Abwehrspieler, 4 Mittelfeldspieler, 2 Stürmer.

SPIELPLAN: Alle Mann nach vorn und den Ball ins Tor! So einfach ist es natürlich nicht. Trainer überlegen sich vorher, wie sie ein Spiel angehen wollen. Greift das Team früh an, stört den Gegner und versucht, möglichst schnell Richtung Tor zu spielen? Oder wird die Mauer-Taktik gewählt. Das bedeutet, man wartet eher ab, lässt den Gegner spielen und lauert auf seine Chance.

TAKTIK-WECHSEL: Der schönste Plan bringt nichts, wenn er nicht aufgeht. Also muss der Trainer auch während des Spiels manchmal die Taktik ändern. Also zum Beispiel die Aufstellung der Spieler ändern. Oder etwa einen Abwehrspieler auswechseln und dafür einen Stürmer bringen. Dann geht es mit neuer Taktik weiter.

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