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Kinder : Die Radiofüchse auf Sendung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wer gern Radio hört, hat sich vielleicht schon mal gefragt, wie das eigentlich gemacht wird. In Hamburg senden Kinder ihr eigenes Programm.

Es ist kurz vor ein Uhr mittags. Fünf Mädchen und zwei Frauen sitzen auf Sofas um einen Tisch mit Süßkram herum. Alle gucken konzentriert auf Blätter in ihren Händen. Darauf steht der Plan für ihre eigene Radiosendung.

In wenigen Minuten soll es losgehen. Alle haben schon einmal so eine Sendung gemacht. Trotzdem sind sie ziemlich aufgeregt. Ira, Holly und Lynn üben noch schnell ihren Text.

„Lest die Texte nicht einfach ab, redet ruhig richtig übertrieben. So, dass ihr denkt, dass es sich bekloppt anhört. Das hört sich für die Leute vor dem Radio anders an. Ganz normal eben“, rät Andrea Sievers. Zusammen mit anderen Experten bringt sie den Mädchen in der Stadt Hamburg das Radiomachen bei.


Alles live


 

Das Freizeitprojekt in Hamburg heißt „Die Radiofüchse“. Die Mädchen sind zwischen 11 und 15 Jahre alt. Nur ein paar Meter sind es bis ins Studio am Ende des Gangs. Das Programm wird eine Stunde live (gesprochen: leif) gesendet. Live ist Englisch und bedeutet: Was im Studio passiert, hören die Radiohörer genau im selben Moment.

Im Studio gibt es ein paar Stehtische, Computer-Bildschirme, CD-Spieler und schwarze Flächen mit Knöpfen und Schiebern. „Das ist das Mischpult“, erklärt Luna. Je nachdem, welche Schieber bewegt werden, sind die Mikrofone an. Dann kann man hineinsprechen. Und die Leute vor den Radios hören vielleicht zu.

Kommt Musik oder Text von einer CD und die Mikros sind aus, dürfen die Mädchen im Studio herumalbern und Quatsch machen. Und kein Radiohörer merkt das.


Ein bisschen Chaos


 

Juliane und Ira sind als Erste dran. Sie setzen Kopfhörer auf und stellen sich vor ein Mikro. Über so einen Kopfhörer hört man sich selbst besser. Es ist kurz nach eins, Musik ertönt, Andrea Sievers gibt ein Handzeichen – und dann legt Juliane los.

Sieben Lieder stehen auf dem Sendeplan, eine Geschichte über Kekse-Backen und Gespräche über tolle und doofe Geschenke. Ein bisschen Chaos und Verwirrung gibt es schon. Plötzlich steht ein Mann im Studio. Er meint, er sei dran mit seiner Sendung. Doch schnell ist geklärt, dass er eine Stunde zu früh da ist. Zum Glück waren die Mikros gerade aus! Nach der Sendung sind alle happy – denn richtig schiefgelaufen ist heute nichts.

Wie sich das alles draußen angehört hat, können die Mädchen noch einmal unter www.radiofuechse.de im Internet anhören – und du auch!

 

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erstellt am 16.Jan.2014 | 14:11 Uhr

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