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Tiere : Die Islandpferde von Heidmoor

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wetterfest und vielseitig sind die Pferde von Peter Belkowitz. Eines hat sogar Ruhm erworben – und seinem Namen damit alle Ehre gemacht.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2015 | 01:10 Uhr

Alle Islandpferde, die auf dem Gestüt von Peter Belkowitz geboren werden, bekommen echte isländische Namen. „Die Namen beschreiben entweder den Charakter, die Farbe oder manchmal auch ein besonderes Ereignis aus dem Leben des Pferdes “, erklärt er. Diese Tradition hat er direkt aus Island übernommen.

Während er erzählt, streicht Peter Belkowitz einem fuchsfarbenen Hengst sanft über die Nase. Es ist Hródur, sein besonderer Liebling. „Fast alle isländischen Namen sprechen sich anders, als sie geschrieben werden“, erklärt er. „Hródur wird zum Beispiel Rodür ausgesprochen. Übersetzt bedeutet der Name Ruhm. Das passt sehr gut, weil Hródur den ersten Preis bei einer Zuchtschau gewonnen hat.“ Außer dem Vornamen erhalten alle Islandpferde einen Nachnamen. Der Nachname ist immer der Name des Gestüts, auf dem sie gezüchtet wurden. Hródurs voller Name lautet: „Hródur von Heidmoor“.

Peter Belkowitz züchtet seit mehr als 20 Jahren Islandpferde. Zurzeit besitzt er zwölf Zuchtstuten, drei Deckhengste und eine ganze Menge Jungpferde. Die Pferde leben in unterschiedlichen Gruppen – getrennt nach Hengsten und Stuten. Nur einmal im Jahr teilen die Hengste mit den Stuten eine gemeinsame Koppel. Elf Monate später werden die ersten Fohlen geboren.

Hródur lebt mit 25 anderen Junghengsten und Wallachen auf einer großen Koppel, die einige Kilometer vom Gestüt entfernt liegt. Jeden Tag kontrollieren Peter Belkowitz und seine Mitarbeiter, ob es den Pferden gut geht. „Dazu zählen wir die Pferde zuerst einmal durch und suchen dann jedes einzelne auf Verletzungen ab“, erzählt er. Die Pferde müssen regelmäßig geimpft und entwurmt werden. Auch der Schmied schaut immer wieder auf der Koppel vorbei und kümmert sich um die Hufpflege. „Erst wenn es kälter wird, bringen wir die Pferde zurück auf den Hof. Hier verbringen sie den Winter, bis sie im nächsten Frühjahr wieder auf die Weide dürfen. Hródur wird im nächsten Jahr leider nicht mehr dabei sein“, sagt der Züchter. „Für ihn habe ich einen guten Käufer gefunden.“

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