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Geschichte : Die große Sehnsucht nach dem Gold

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eisen, Blei, Zink und ein Wundermittel – und schon bekommt man Gold? Das glaubten früher viele Menschen.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2016 | 18:48 Uhr

Jetzt schau dir den bloß mal an! Wirft mit dem Geld nur so um sich. Der scheint ja plötzlich steinreich zu sein. Dabei verdient der als Schreiber doch gar nicht so viel. Und er spendet sein Geld den Armen! Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Er muss das große Geheimnis gelüftet haben. Einer der weiß, wie man Metall in Gold verwandeln kann! Diese märchenhafte Geschichte erzählt man sich über einen Mann: Nicolas Flamel. Er lebte vor Hunderten Jahren in der Stadt Paris im Land Frankreich. Über sein Leben und seine Arbeit gibt es viele Legenden. Was wahr ist und was nicht, weiß man nicht genau. Ein richtiges Bild gibt es auch nicht von Nicolas Flamel.

Eigentlich war er wohl ein Schreiber. Später sagten viele über ihn, dass er auch ein Alchemist war. Alchemisten waren Leute, die etwa in Laboren und Werkstätten arbeiteten. Einige hatten ein besonderes Ziel: Sie wollten aus Metallen künstlich Gold herstellen. Gelungen ist es nie einem von ihnen.

Aber sie versuchten es über Hunderte Jahre hinweg immer wieder. Sie suchten nach einer Art Geheimrezept. Etwa wie man Eisen in funkelndes Gold verwandeln kann.

Was die Leute damals nicht wussten: Gold kann man gar nicht so einfach künstlich herstellen! Das fanden Forscher vor etwa 150 Jahren heraus.

Über Nicolas Flamel erzählte man das aber viele Jahre. Angeblich hat er sogar mehrere Bücher darüber verfasst. Doch später kam heraus, dass diese Bücher gar nicht von ihm geschrieben wurden. Es sind Fälschungen und sie entstanden erst lange nach seinem Tod.

Den Alchemisten ging es nicht unbedingt darum, selbst reich und berühmt zu werden. Sie waren oft sehr zurückhaltende, ehrliche Leute, meint Experte Claus Priesner. Sie waren wohl zum Beispiel Ärzte oder Apotheker. Ihre Versuche machten sie stets im Geheimen.

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