Tradition : Die Eiswette

Der neue Eiswettschneider Peter Lüchinger hält während der traditionellen Eiswette ein Bügeleisen in der Hand. Der Schneider soll prüfen, ob die Weser gefroren ist.
Der neue Eiswettschneider Peter Lüchinger hält während der traditionellen Eiswette ein Bügeleisen in der Hand. Der Schneider soll prüfen, ob die Weser gefroren ist.

Warum stellen Männer in seltsamen Kostümen in Bremen ein Bügeleisen auf das Wasser des Flusses Weser?

shz.de von
06. Januar 2016, 18:32 Uhr

Es ist jedes Jahr ein Spektakel, so auch gestern: Verkleidete Männer kommen in der Stadt Bremen am Fluss Weser zusammen. Sie wollen schauen, ob auf dem Fluss eine Eisschicht liegt. Das hat in Bremen Tradition. Das Ganze nennt sich Eiswette. Ein Mann ist als Schneider verkleidet. Den Regeln der Eiswette nach soll er mit einem heißen Bügeleisen in der Hand etwas prüfen: Fließt die Weser oder ist sie zugefroren? Das ist aber eher lustig gemeint. Denn es ist mehr als 60 Jahre her, dass der Fluss zugefroren war.

Der Brauch wurde vor mehr als 180 Jahren eingeführt. Damals wetteten mehrere Freunde, ob die Weser Anfang des nächsten Jahres zufrieren wird oder nicht. Im Januar gingen sie gemeinsam an den Fluss, um nachzuschauen. Seit vielen Jahren spielen einige Leute diese Wette nach. Und zwar immer am 6. Januar, dem Dreikönigstag.

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