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Die Arktis und ihre Bodenschätze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Klirrende Kälte und viel Eis: Die Arktis ist ein eisbedeckter Ozean, der am Rand von Land umgeben ist. Auf dem Globus liegt sie ganz oben. In ihrer Mitte befindet sich der Nordpol. Lange Zeit hat sich keine Regierung um das Polargebiet gekümmert.

Das ist aber längst vorbei. An den Rändern des Nordpolarmeers schlummern wertvolle Bodenschätze. Tief unter dem Polareis verborgen, vermuten Experten noch viel mehr davon.

Durch den Klimawandel schmilzt das Eis. Dadurch kommt man künftig leichter an die Bodenschätze heran. Die Länder am Rand der Arktis wollen an diesen Rohstoffen verdienen. Am Rand sind Teile von Russland und Kanada. Außerdem liegen dort der US-Bundesstaat Alaska und die Insel Grönland. Sie ist ein Teil Dänemarks. Auch die norwegische Inselgruppe Spitzbergen befindet sich dort. Angeblich soll ein Viertel der noch nicht entdeckten Vorkommen von Erdöl und Erdgas unter dem Polareis liegen. Das sagen Wissenschaftler aus den USA.

Für den deutschen Experten Karsten Piepjohn ist das nur eine Zahl. Sie beruhe nicht auf Beobachtungen. „Es gibt dort bestimmt Öl. Wie viel und wo das zu finden ist, das ist noch völlig unklar. Es gibt riesige Gebiete in der Arktis, die noch unerforscht sind“, sagt der Geologe. Er forscht seit rund 25 Jahren in der Region.

Abgebaut werden aber schon Eisenerz, Kupfer, Nickel, Gold und Diamanten. In der kanadischen Arktis brettern im Winter zum Beispiel Lastwagen über die vereisten Pisten, um die Leute in den Diamanten-Minen zu versorgen. „Da wird ein irrer Aufwand betrieben“, erklärt der Fachmann. Und auf Spitzbergen gibt es das nördlichste Bergwerk der Welt. Dort wird Kohle gefördert.

Auf der Insel Grönland gibt es auch Vorkommen von Seltenen Erden. Diese Metalle braucht man, um Geräte wie Handys oder Flachbildschirme zu bauen.

Wie die empfindliche Umwelt in der Arktis geschützt werden kann, darüber diskutieren viele Politiker und Experten zwei Tage lang in der Stadt Salechard in Russland.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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