Windmühlen : Die älteste Maschine

Christel Pagel öffnet die Türen ihrer Mühle.
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Christel Pagel öffnet die Türen ihrer Mühle.

Am Pfingstmontag ist Mühlentag.

shz.de von
18. Mai 2018, 01:21 Uhr

Riesige Flügel stellen sich dem Wind in den Weg – und lassen sich von ihm anschieben. Dann dreht sich das große Rad. Die alten Windmühlen wirken heute wie Museumsstücke. Die Windmühle Hoffnung in Munkbrarup in der Nähe von Flensburg zum Beispiel ist ein richtiges Schmuckstück.

Aber ihre Technik steht für die Anfänge von Maschinen überhaupt. Denn bevor Motoren erfunden wurden, konnte man mit ihnen große Dinge bewegen. Wenn man keine Maschine hat, muss man Getreide für Brot mühsam mit Steinen oder einem Mörser zu Mehl mahlen. Da braucht man sehr lange für ein einziges Brot. In der Mühle Hoffnung gibt es große Mahlsteine, die viele Mehlsäcke in kurzer Zeit füllen können.

„Die Mühlen gehören zu den ältesten Maschinen überhaupt“, sagt Christel Pagel, die die Mühle betreibt. Sie erklärt, dass dieser Windmühlentyp in den Niederlanden erfunden wurde. Aber nicht, um damit Mehl zu mahlen, sondern um den Boden zu entwässern. Denn dort wurde das Land – genau wie an der Westküste Schleswig-Holsteins – immer wieder von der Nordsee überflutet. Um das Land zu nutzen, mussten die Menschen Wasser abpumpen. Und weil es dort genug Wind gibt, haben sie dafür die Windkraft genutzt. Ursprünglich waren die Windmühlen also Windpumpen.

Die Müller brauchten zum Mahlen des Mehls auch viel Energie. Deshalb haben sie sich die Bauweise abgeschaut. „Die Müller haben eigentlich immer neue Techniken getestet“, weiß Christel Pagel. „Sie haben viel herumgetüftelt. Deshalb hat auch jede Mühle ihre eigenen Besonderheiten.“

> Die Besonderheiten der Mühlen kannst du am Pfingstmontag entdecken. Denn dann ist im ganzen Land Mühlentag. Auch die Mühle Hoffnung, die gerade 150-jähriges Jubiläum feiert, ist dabei. Mehr Informationen unter www.deutsche-muehlen.de.

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