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Knobelspaß : Der Zauber um den Würfel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Räumliches Denken soll zum Lösen des bunten Rubiks hilfreich sein. Lukas (13) lernte die Tricks durch Youtube-Videos im Internet.

In der Halle spricht kein Mensch auch nur ein Wort.

Weit über 100 Leute sitzen hoch konzentriert an ihren Tischen. Fast jeder dreht an einem bunten Würfel herum. So ein Ding ist aus vielen kleineren Würfeln zusammengebaut. Einige davon lassen sich bewegen.

Ein Würfel allein klickt und knackt beim Drehen nur ein bisschen. Die vielen Würfel in der Halle machen ein gespenstisches Geräusch! Diese bunten merkwürdigen Spielzeuge sind auch als Zauberwürfel und Rubik-Würfel bekannt. Ein Mann namens Ernö Rubik hat den Würfel vor über 40 Jahren erfunden. Seitdem knobeln Menschen an diesem Ding herum. Sie versuchen, die bunten Einzelteile des Würfels so anzuordnen, dass jede Würfelseite gleichfarbig ist.

Die meisten Leute verzweifeln an dem Versuch, den Zauberwürfel zu lösen. Durch puren Zufall knackt man den Rubik-Würfel nicht. Dahinter verbirgt sich ein mathematisches Rätsel. Und das können einige Leute knacken.

Lukas gehört zu diesen Leuten. „Den Würfel zu lösen hat nichts mit Zauberei oder Glück zu tun“, erklärt der 13-Jährige. „Man braucht entweder ein bisschen Grips oder die richtigen Kniffe.“ Ein bisschen räumliches Denken sei ganz hilfreich. Aber besonders gut in Mathe müsse man nicht sein. Sein absolutes Lieblingsfach sei Mathe nicht, sagt Lukas.

Ob das wohl daran liegt, dass er im Unterricht mit dem Zauberwürfel spielt? Dazu sagt Lukas lieber nichts – muss aber ein kleines bisschen lächeln. Für die Würfel interessiert sich der Junge erst seit ein paar Monaten. Zuerst lernte er durch Videos im Internet, wie man Rubiks Rätsel knackt. Dann wurde er immer besser am Würfel. Er dreht die Steine in wenigen Sekunden in die richtigen Positionen. Inzwischen hat Lukas seinen eigenen Kanal auf Youtube. Dort erklärt er Lösungswege für den Würfel.

Rund um den Zauberwürfel gibt es viele Wettbewerbe. Leute versuchen dabei etwa, den Würfel in möglichst kurzer Zeit zu lösen. Solche Leute nennen sich Speedcuber (gesprochen: Spiidkjuba). Mehrmals im Jahr gibt es Turniere, bei denen Speedcuber gegeneinander antreten.

Für Lukas war es das erste Mal bei so einem Turnier. „Als meine Zeit gestoppt wurde, war ich viel zu nervös“, sagt er. Mit zittrigen Fingern lässt sich kein Rekord aufstellen. „Für eine Bestzeit muss ich noch ein paar Sekunden schneller sein. Da hilft nur: Weiter üben.“

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erstellt am 08.Aug.2017 | 03:50 Uhr

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