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Kindernachrichten

14. Dezember 2017 | 22:23 Uhr

Kunst : Der Künstler Hundertwasser

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seine Häuser und Malereien sind auffällig bunt. Die Formen passen sogar zu seinem Namen: Wellenartige Linien und Kringel erinnern an Wasser.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 03:02 Uhr

Gerade Linien mochte Friedensreich Hundertwasser gar nicht gerne. Der Maler liebte Kurven und Spiralen. Seine Bilder sind außerdem immer kunterbunt mit viel glänzendem Gold. Langweilig war seine Kunst nie.

Friedensreich Hundertwasser war einer der erfolgreichsten Künstler in unserem Nachbarland Österreich. Er wollte die Welt mit Farbe und lustigen Formen fröhlicher machen. Er malte nicht nur, sondern entwarf Gläser, Tassen, Briefmarken und sogar Häuser. Vor 17 Jahren starb Friedensreich Hundertwasser. Doch auch heute sind seine Werke noch oft zu sehen -- nicht nur im Museum! Seine Häuser stehen in vielen Städten der Welt. Sie sind kaum zu übersehen. Von außen wirken sie oft wie aus einem Märchenbuch. Alles ist geschwungen, Pflanzen wachsen an den Mauern und es gibt viele goldene Zwiebeltürmchen. Diese Türme sehen so aus, als hätte man ihnen eine bemalte Zwiebel aufgesetzt.

Auch in Gebäuden hat der Künstler für viele Überraschungen gesorgt.

Die Böden in seinen Häusern sind schief und es gibt viele bemalte Säulen. „Es gibt in seinen Häusern immer so viel für Kinder zu entdecken“, sagt Stefanie Fröhlich. Sie arbeitet in Österreich in einem Museum, das Friedensreich Hundertwasser gestaltet hat. Die Gebäude sind wie eine riesige Spielwelt. Nach dem Besuch überlegen viele, wie sie ihr Zimmer zu Hause bunter machen könnten. „Viele wollen gerne in so einem Haus leben“, sagt die Expertin.

Besonders das Hügelwiesenland sei sehr beliebt. Dort stehen Häuser auf einer Hügellandschaft. Auf ihren Dächern wächst Gras. Alle konnte Friedensreich Hundertwasser mit seiner Kunst jedoch nicht begeistern. Manche Fachleute finden, er habe nur Kitsch produziert. Dieser Ausdruck wird oft verwendet, wenn von sehr einfacher und oberflächlicher Kunst gesprochen wird.

Trotzdem erhielt er Aufträge und Auszeichnungen aus der ganzen Welt. Er plante Wohnhäuser, sein eigenes Museum und sogar eine Badelandschaft. Außerdem malte er viele Bilder und schuf Figuren aus verschiedenen Materialien.

Der Österreicher sorgte sich auch um die Umwelt. Er gestaltete zum Beispiel viele Dachgärten.

Außerdem versuchte er beim Bauen auf die Natur zu achten. Seine Liebe zur Natur erklärte er einmal so: „Wir leben im Paradies, wir machen es nur kaputt.“

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