Technik : Der Fahrstuhl, der nicht stillsteht

Links geht’s aufwärts, rechts abwärts. Um im Paternoster zu fahren, muss man im Fahren aufspringen. Und neuerdings braucht man für diesen Aufzug eine Schulung, also eine Art Paternoster-Führerschein.
Links geht’s aufwärts, rechts abwärts. Um im Paternoster zu fahren, muss man im Fahren aufspringen. Und neuerdings braucht man für diesen Aufzug eine Schulung, also eine Art Paternoster-Führerschein.

shz.de von
02. Juni 2015, 01:32 Uhr

Tür auf, einsteigen, Tür zu. So geht das normalerweise, wenn man in einen Fahrstuhl steigt. In einigen Bürohäusern gibt es aber noch andere Fahrstühle. Sie haben keine Türen. Außerdem halten sie nicht an jedem Stockwerk, sondern fahren gemächlich weiter. Die Leute müssen also während der langsamen Fahrt einsteigen und aussteigen. So einen Fahrstuhl gibt es zum Beispiel auch im Kieler Landtag.

Diese besonderen Fahrstühle nennt man Paternoster. Gerade gibt es viel Gerede um sie. Denn seit gestern gilt eine neue Regel: Paternoster dürfen vorerst nur noch Mitarbeiter benutzen, die dafür geschult wurden. Alle anderen Mitarbeiter oder Besucher dürfen nicht mitfahren.

Der Grund: Es habe in der Vergangenheit hin und wieder Unfälle mit den offenen Fahrstühlen gegeben, sagen Politiker. Manche Leute finden diese Regel übertrieben. Sie meinen, Paternoster seien gar nicht so gefährlich. Außerdem mögen sie die alten Fahrstühle.

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