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Arbeitslosigkeit : Der Eisverkäufer – Arbeiten am Strand

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Wie ist das, wenn man einen Job hat, mit dem man nur im Sommer Geld verdienen kann? Oder wenn man seinen Arbeitsplatz verliert...

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 18:24 Uhr

Flensburg Es ist Wochenende und die Sonne scheint. Das ideale Wetter, um einen Tag am Strand zu verbringen, denn der Strand hat viel zu bieten: Lara genießt dort immer das rege Gewusel von fröhlichen Menschen.

Kina-Serie: Entdecke die Welt der Wirtschaft

Wirtschaft ist langweilig und nur etwas für Erwachsene? Das muss nicht sein. Wirtschaftliche Themen sind etwas für Groß und Klein,  Alt und Jung und begegnen dir ständig in deinem Alltag. Begleite Lara und Simon, die Hauptfiguren der Kina-Serie „Die Welt der Wirtschaft entdecken“, und freue dich auf Spannendes rund um das Themengebiet der Wirtschaft.  Unterstützt werden Lara und Simon von Professor  Ilona Ebbers, Alexander Langanka und Ann-Kathrin Beckmann von der Universität Flensburg, die  die Artikel in Zusammenarbeit mit der Kina-Redaktion  schreiben.

 

 Nur eine Sache mag Lara noch lieber als das – und diese Sache hat sie gerade entdeckt: „Schau mal, Papa“, ruft Lara begeistert, „da ist ja wieder der nette  Eisverkäufer vom letzten Jahr! Wo ist der denn die ganze Zeit gewesen?“ „Naja, im Winter gibt es am Strand selten jemanden, der Eis kaufen möchte. Deshalb hat der Eisverkäufer in dieser Zeit keine Arbeit – zumindest nicht als Eisverkäufer“, erklärt Laras Vater.

Diese Antwort macht Lara stutzig und sie hakt nach: „Aber was machen denn er und alle anderen Eisverkäufer im Winter, wenn niemand Eis kaufen möchte?“.  „Das ist nicht leicht zu erklären“, sagt der Vater, während er das große Badetuch ausbreitet, „doch im Winter sind manche von ihnen ohne Arbeit. Sie sind arbeitslos. Meistens haben sie aber im kommenden Frühling – so wie unser Eisverkäufer hier –  wieder Arbeit, doch das ist leider nicht bei allen so. Bei vielen ist ihre Arbeitslosigkeit nicht von der Jahreszeit abhängig.“

Lara wird ganz nachdenklich und fragt ihren Vater: „Papa, kann das dir eigentlich auch passieren? Ich meine, dass du irgendwann mal keine Arbeit mehr hast? Wie soll man sich dann das Essen und die anderen wichtigen Dinge kaufen können?“

Ihr Vater beruhigt sie: „Kaum jemand findet es besonders schön, ohne Arbeit zu sein, aber ein Grund um sich zu fürchten ist es auch nicht. In Deutschland und in vielen anderen Ländern bedeutet Arbeitslosigkeit nicht, dass man Hunger leiden muss. Man bekommt dann, wenn man nicht mehr mit seiner Arbeit Geld verdienen kann, das so genannte Arbeitslosengeld oder andere Unterstützung vom Staat.“

„Und woher kommt dieses Geld?“ möchte Lara wissen. „Wenn jemand für seine Arbeit Geld bekommt, zahlt diese Person jeden Monat einen kleinen Teil seines Einkommens in eine Art Kasse ein. Aus dieser Kasse erhält die Person, wenn sie arbeitslos werden sollte,  dann das Arbeitslosengeld. Dieses Arbeitslosengeld ist weniger als das vorherige Einkommen, aber das Nötigste kann man sich von dem Arbeitslosengeld kaufen – trotzdem muss man schon etwas sparsamer leben“, erklärt der Vater.

„Gut, dass es so etwas gibt“, findet Lara, „aber von mir aus kann der Eisverkäufer das ganze Jahr hier sein. Ich würde am liebsten zu jeder Jahreszeit Eis essen.“

 

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