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Kindernachrichten

17. Oktober 2017 | 04:54 Uhr

Geschichte : Das Tor zur Urzeit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Diese Schüler gehen jede Woche ins Museum, um dort zu lernen. Hier erfahren sie etwa, wie Menschen und Tiere damals gelebt haben.

shz.de von
erstellt am 05.Mär.2015 | 05:06 Uhr

„Der Urwal Ba-si-lo-sau-rus“, liest Jona von der Tafel ab. Das Tier, von dem der Neunjährige spricht, sieht aus, wie eine riesige Seeschlange, die sich gerade auf Anneke und Lea stürzt. Es taucht auf aus einem Meer, das in einem Teil des Museums „Tor zur Urzeit“ aufgebaut ist. Statt Wasser ist das Meer mit blauem Licht gefüllt.

Doch Anneke und Lea fürchten sich nicht. Sie kennen sich gut aus in dem Tor zur Urzeit. Die beiden Zehnjährigen und ihre Mitschüler aus der Grundschule Brügge in der Nähe von Kiel haben hier jede Woche Wahlpflicht-Unterricht.

„Ich mag das Museum gern. Hier sind so viele Sachen und Bilder, auf denen man sehen kann, wie die Welt entstanden ist und wie es früher auf der Erde aussah“, sagt Lea. „Vieles war so anders. Das können wir uns heute schwer vorstellen“, sagt Anneke.

Sie schauen sich etwa im Steinzeitcamp an, wie die Menschen zu der Zeit gelebt haben. Siegfried Brettschneider vom Museum erzählt, dass die Steinzeitmenschen mit ihren scharfen Speeren wahrscheinlich gar nicht so viele Mammuts gejagt haben, wie man oft denkt – denn sie waren sehr groß und gefährlich. Die Riesenhirsche, die es damals noch gab, waren da eine geeignetere Beute.

Doch die Menschen haben immer versucht, sich aus den Funden der Vergangenheit ein Bild der Erdgeschichte zusammenzusetzen. Die Knochen des Basilosaurus zum Beispiel wurden vor 185 Jahren in den USA gefunden. Ein deutscher Arzt kaufte sie und baute mit weiteren Knochen das Skelett einer riesigen, 40 Meter langen Seeschlange – wie das Ungeheuer von Loch Ness. Das war so schön gruselig, dass die Menschen Geld bezahlten, um es zu sehen. Doch in echt gab es solche Seeschlangen nie. Als Wissenschaftler das Skelett untersuchten, stellten sie fest, dass die Knochen nicht von einem Saurier, sondern von einem Wal stammten, der höchstens 25 Meter lang war. Sie nannten ihn den Urwal, weil er vor unvorstellbar langer Zeit gelebt hat – vor rund 40 Millionen Jahren.

So setzt sich für Anneke, Lea, Jona und ihre Mitschüler im „Tor zur Urzeit“ Stück für Stück die Erdgeschichte zusammen.

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