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Heiligabend : Das Rätsel um den alten Mann mit weißem Bart

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Wir erwarten ihn alle am 24. Dezember. Wir wissen auch ungefähr, wie er aussieht. Nur eins ist unklar: Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Husum/grosshansdorf | Was mögt ihr am liebsten in der Zeitung? Rätsel! Das ist die häufigste Antwort, die wir bekommen, wenn wir unsere Leser fragen.
Deshalb haben wir uns in diesem Jahr gedacht: Verbinden wir das schönste Fest des Jahres doch mal mit dem schönsten Zeitungsinhalt. Weihnachten sollte rätselhaft werden. Und ihr habt mitgespielt. Dieses Heft ist voller kniffliger Knobeleien. Viele davon wurden von Kina-Lesern im Weihnachtsgewinnspiel gestaltet.

Schafft ihr das denn alles?

Ihr werdet Tage brauchen, um alles zu lösen. Und wenn ihr echte Tüftler seid, könnt ihr auch gleich wieder gewinnen: mit der großen Weihnachtstüftelei.
Wir wollten aber auch wissen: Was finden Kinder an Weihnachten rätselhaft? Dazu haben wir die Schüler der dritten Klassen der Husumer Iven-Agßen-Schule und die Klasse 4a der Grundschule Schmalenbeck in Großhansdorf gefragt.

Hat Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden?

Die wichtigste Frage bringt Josephine aus Husum auf den Punkt: "Gibt es den Weihnachtsmann eigentlich wirklich?" "Nee, den hat doch Coca Cola erfunden", meinte dagegen Fabienne aus der 4a. Stimmt das? Die Kina-Redaktion hat nachgeforscht.
Den Weihnachtsmann gibt es tatsächlich schon lange, bevor Coca Cola ihn auf seinen Werbeplakaten benutzt hat. Die Limonadenfirma fing damit nämlich erst 1931 an. Richtig ist: So wurde der alte Mann berühmt und er zog seitdem fast nur noch einen roten Mantel an.

Kommt der Weihnachtsmann aus Deutschland?

Das Bild vom Weihnachtsmann wurde aber schon vorher so gemalt, wie wir ihn kennen. Thomas Nast (1840 bis 1902), der als Kind aus Deutschland nach Amerika kam, hat ihn gezeichnet - alt, gemütlich und mit weißem Bart.
Doch auch Thomas Nast ist nicht der Erfinder des Weihnachtsmannes. Er hat "Santa Claus" nur Gestalt verliehen. So heißt der Weihnachtsmann auf englisch und verrät seinen Ursprung: Auf deutsch ist das der heilige Nikolaus. Doch warum sollte Nikolaus zweimal Geschenke bringen - am 6. und am 24. Dezember?

Andere Länder - andere Sitten

Da haben sich viele Traditionen vermischt. Zu Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus Christus. In einigen Gegenden Deutschlands bringt auch nicht der Weihnachtsmann, sondern das Christkind die Geschenke. In anderen Ländern sind es wieder andere Figuren. Zum Beispiel Väterchen Frost in Russland - eine Art Weihnachtsmann mit blauem Mantel. Wie können wir aber angesichts dieser vielen Geschichten herausfinden, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt?
Eine gute Antwort hat einmal ein kluger Journalist einer amerkanischen Zeitung gegeben. Ein achtjähriges Mädchen, Virginia, hatte ihm einen Brief geschrieben. Ihre Freunde hätten ihr erzählt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gäbe. Ob das denn wahr sein, wollte Virginia wissen. "Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen", schrieb Francis P. Church. Doch er meint: Es lohnt sich, an ihn zu glauben. Denn es gibt ja durchaus Dinge, die wir nicht sehen können. "Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben."
Das Rätsel um den Weihnachtsmann könnt ihr also ganz leicht lösen: Wenn ihr an ihn glaubt, dann gibt es ihn. Und das ist doch ein schöner Gedanke.

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erstellt am 20.Dez.2012 | 02:39 Uhr

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