Tiere : Das Känguru-Baby in der Mütze

Arinya heißt das mutterlose Känguru.
Arinya heißt das mutterlose Känguru.

shz.de von
22. Mai 2015, 01:10 Uhr

Genüsslich nuckelt das Känguru-Baby an seinem Fläschchen. Alle drei Stunden bekommt es von Anja Walther eine Milch, die sonst für Katzen-Babys gedacht ist. Die Frau zieht das Känguru-Mädchen von Hand auf, seit sie es im April gefunden hat.

Anja Walther arbeitet in einem Vogelpark im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. In dem Park leben außer Vögeln auch noch viele andere Tierarten, unter anderem Kängurus. Im April sah Anja Walther die kleine Arinya im Gras sitzen. „Sie rief nach ihrer Mama“, erzählt die Frau. „Ich habe gewartet. Aber als die Känguru-Mama nicht kam, habe ich sie mitgenommen.“ Denn es war draußen kalt und Arinya war noch so klein und ganz nackig.

Inzwischen ist das Känguru-Kind sechs Monate alt und hat Fell. Nachts schläft es in einer Decke in einen Rucksack gekuschelt. Tagsüber schleppt Anja Walther das Känguru immer mit sich herum – entweder im Rucksack oder am Bauch unter der Jacke. Die Frau nimmt das Tier auch oft auf eine Wiese mit. Aber wenn es windig ist, sitzt Arinya lieber in einer Mütze, statt über die Wiese zu laufen.

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