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Kindernachrichten

23. August 2017 | 23:40 Uhr

Musik : Cool, so ein Kuhlohorn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gemeinsam Musik machen – das bringt auch im Posaunenchor Spaß.

Max spielt heute Kuhlohorn. Zusammen mit 150 anderen Kindern entlockt der Neunjährige aus Hohenlockstedt seinem Instrument mit dem ungewöhnlichen Namen schöne Töne. Zum ersten Mal musizieren die Jungbläser mit beim Posaunentag der Nordkirche in Mölln, Ratzeburg und Lauenburg. Dort werden an diesem Wochenende mehr als 1000 Teilnehmer zusammen üben und feiern.

Seit Wochen hat sich Max auf die Stücke vorbereitet, die er beim Bläserkonzert heute Abend in Lauenburg spielen wird. Gemeinsam Musik zu machen fasziniert den Jungen: „Das klingt einfach toll, wenn die verschiedenen Stimmen zusammenspielen!“

Zu den Posaunenchören gehören unterschiedliche Blechblasinstrumente: Trompeten, Tuben, Jagdhörner, Flügelhörner und natürlich Posaunen. Und Kuhlohörner, wie Max eines spielt. Es ist kürzer als eine Trompete und daher für Kinder leichter zu halten. Erfunden hat es Johannes Kuhlo allerdings wegen des speziellen Klangs im Posaunenchor. Die gibt es in vielen Kirchengemeinden. Ihre Musik soll bei Gottesdiensten und vielen anderen Gelegenheiten Freude bereiten. Stolz erinnert sich Max an das Musikfest in seiner Gemeinde: „Da waren über 100 Zuhörer!“

Zusammen mit den anderen Jungen und Mädchen hatte er großen Beifall beikommen. Das gemeinsame Musizieren gefällt ihm richtig gut: „Zusammen macht es viel mehr Spaß, und wir lernen dann auch voneinander.“

Einmal pro Woche üben die Kinder mit der Hohenlockstedter Kirchenmusikerin. Den roten Faden bildet dabei die „Bläserschule“, ein rotes Lehrbuch. Max ist mittlerweile schon im sechsten Kapitel angelangt: „Jetzt sind wir schon bei den schnelleren Tönen.“

Posaunenchor, Bläserschule, Jungbläserausbildung – das klingt alles ein wenig verstaubt. Doch die Landesposaunenwarte sind ganz und gar nicht unmodern: Martin Huss, Werner Petersen und Daniel Rau bringen viel Schwung in die Arbeit mit dem Nachwuchs. Sie kommen zum Beispiel zu Workshops in die einzelnen Gemeinden oder veranstalten Freizeiten. Oder sorgen mit dafür, dass die Jungbläser wie jetzt beim Posaunentag Stücke mitspielen können. Max freut sich, dass er bei dem großen Event an diesem Wochenende sein geerbtes Kuhlohorn zum Klingen bringen kann: „Mein Vater ist auch da. Aber der spielt schon längst das schwerste Instrument – die Posaune!“.



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erstellt am 24.Mai.2014 | 01:09 Uhr

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