zur Navigation springen

Interview : Conni – Eine total normale Heldin

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Buchheldin kommt nach Hause

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 01:57 Uhr

Conni kommt im Dezember mit einer bunten Musical-Show nach Schleswig-Holstein. Auf der Bühne feiert sie mit ihren Kindergartenfreunden ein großes Fest. Viele Fans wollen dabei zuschauen. Denn Conni ist eine Buchheldin, die mit ihren Lesern mitwächst.

Das Land ist auch sozusagen Connis drittes Zuhause – denn hier lebt die Autorin, die die Geschichten von der großen Conni schreibt. Dagmar Hoßfeld wohnt in einem kleinen Dorf bei Kappeln. Kina-Reporterin und Conni-Fan Marie Philipsen hat sie zum Interview getroffen.

Marie: Was macht die Faszination von Conni aus?
Dagmar Hoßfeld: Conni ist ein ganz normales Mädchen. Sie könnte deine Nachbarin sein oder eine Mitschülerin. Sie ist keine Superheldin mit Superkräften, die fantastische Abenteuer erlebt, sondern Alltagsgeschichten. Sie hat auch mal Probleme, nicht alles klappt auf Anhieb – wie im richtigen Leben. Und sie findet dann doch immer auch eine Lösung.
Hatten Sie die Idee zu Conni?
Nein. Ich bin erst spät dazu gekommen. Die Idee hatte Liane Schneider. Das ist eine Autorin aus Hannover. Als ihre Tochter Cornelia, genannt Conni, 1992 in den Kindergarten kam, hat sie ein Pixiebuch darüber geschrieben und es an den Carlsen-Verlag geschickt. So fing es an.

Die Bücher ab sieben, „Meine Freundin Conni“, schreibt Julia Böhme, und ich schreibe „Conni & Co“ für Leser ab zehn und die große Conni 15. Für eine Autorin wäre es zu viel. Jede von uns fühlt sich mit ihrer Zielgruppe wohl. Wir ergänzen uns gut.
An welchem Ort fallen Ihnen die Geschichten ein?
Eigentlich überall. Beim Rasenmähen oder beim Einkaufen oder in der Badewanne, beim Spazierengehen oder im Liegestuhl.
Und schreiben Sie das immer gleich auf?
Ja, ich habe eigentlich immer etwas zu schreiben dabei, Zettel oder Notizbücher, auf die ich schnell etwas draufkritzele.
Bringt es Ihnen Spaß, immer über Conni zu schreiben? Sie schreiben ja auch andere Geschichten. Ich habe da mal etwas mit Enten gelesen...
Die Killerenten? Das war auch so eine Geschichte, die mir spontan eingefallen ist. Mit Conni und meiner Carlotta-Reihe habe ich aber eigentlich genug zu tun, darauf konzentriere ich mich momentan. Bei der Carlotta ist das so, dass sie mit jedem Band ein Jahr älter wird, und dann irgendwann das Internat verlässt. Dann wird die Reihe enden.
Ist es einfacher, etwas zu schreiben, was Sie schon kennen, wie Conni oder Carlotta, oder sich etwas ganz Neues auszudenken?
Schwer ist beides nicht. Sonst würde ich es wahrscheinlich nicht machen. Es macht Spaß, wenn mir etwas ganz Neues einfällt, wie die Lena zum Beispiel in den Conni-15-Büchern. Das ist Connis neue Freundin, die da zum ersten Mal auftaucht.
Ach ja, die Lena, die so ganz verrückt ist!
Ja, genau. So eine neue Figur muss ich auch selbst erstmal kennenlernen, wie sie so ist, wie sie aussieht und sich verhält oder welche Musik sie mag. Bei Lena zum Beispiel hatte ich auf einmal das Bild von einer ganz flippigen Person vor Augen. Und die entwickelt dann ein Eigenleben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert