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Politik : Christian hilft Flüchtlingen auf dem Meer

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Verletzten und kranken Menschen helfen – das ist der Job des Rettungs-Sanitäters.

Manche haben sich einen Arm gebrochen, andere sind auf der beschwerlichen Reise krank geworden. Christian hilft ihnen. Der 20-Jährige ist Rettungs-Sanitäter. Sein Arbeitsplatz: ein großes Militärschiff im Mittelmeer. Über das Mittelmeer fliehen gerade viele Menschen nach Europa. Christian und seine Kollegen nehmen Flüchtlinge an Bord und versorgen sie. Im Kina-Interview hat er von seiner Arbeit erzählt.

Was genau arbeitest du auf dem Schiff?

Ich bin ausgebildeter Rettungs-Sanitäter. Wir haben Sprechstunden wie bei einem normalen Arzt. Wir versorgen aber auch Notfälle wie in Krankenhäusern. Mein Job ist es, den Arzt auf dem Schiff zu unterstützen und bei Operationen mitzuhelfen.

Was passiert mit den kranken oder verletzten Flüchtlingen an Bord?

Wir haben in einem großen Raum auf dem Schiff ein Notlazarett aufgebaut. Das ist wie ein kleines Krankenhaus. Dort liegen die Patienten und wir untersuchen sie, versorgen sie mit Medikamenten und verarzten ihre Wunden.

Was sind besondere Erlebnisse, die du hattest?

Einmal habe ich miterlebt, wie alle Menschen, die gerettet wurden, zusammen beteten. Was auch sehr schön ist: Wenn ich Zeit habe, mit den Kindern zu malen und Papierboote zu basteln.

Findest du es manchmal schwer, deine Arbeit zu machen?

Ich versuche, das Leid nicht zu nah an mich herankommen zu lassen, damit ich meine Arbeit gut machen kann.  Ich rede viel mit meinen Kameraden, das hilft. Und ich spiele Gemeinschafts-Spiele, um auf andere Gedanken zu kommen.

Magst du deinen Job trotzdem gern?

Ich finde, dass ich sehr sinnvolle Arbeit mache. Ich wollte Sanitäter werden, um Menschen zu helfen. Und genau das kann ich hier tun: vielen Menschen helfen.

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erstellt am 30.Sep.2015 | 01:23 Uhr

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