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Auf Reisen : China - Land der Gegensätze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sebastian entdeckt nach der Schule ein fernes Land. Als Kina-Reporter berichtet er hier von seinen Erlebnissen.

Seit einem halben Jahr bin ich als Freiwilliger über ein Programm des Deutschen Staates in China. Ich unterrichte hier Englisch. Zur Halbzeit gab es jetzt ein Zwischenseminar. Dafür sind alle 30 Freiwilligen, die über meine Organisation gerade in China sind, in meine Stadt Pu’er gekommen. Und auch unsere beiden Projektleiter aus Deutschland sind angereist. Eine Woche lang haben wir über spannende Themen und die Kultur Chinas diskutiert und uns ausgetauscht.

Ich fand es besonders spannend, von Freiwilligen aus ganz anderen Teilen Chinas etwas über das Leben dort zu hören.

China ist fast so groß wie ganz Europa. Trotzdem scheint das Leben in entfernten Gebieten ziemlich ähnlich abzulaufen. Die Schulbildung ist recht ähnlich, genauso wie die Arbeitszeiten oder die kleinen Gemüsemärkte an jeder Straßenecke.

Natürlich macht es einen Unterschied, wie warm es ist. In meiner Stadt zum Beispiel gibt es in den meisten Wohnungen gar keine Heizungen. Auch im Winter wird es hier selten kälter als etwa zwölf Grad, und das eigentlich auch nur nachts. In einer anderen Provinz, der Inneren Mongolei, die noch zu China gehört, kann es im Winter schon mal minus 30 Grad kalt werden. Bei solchen Temperaturen friert man natürlich auch in den dicksten Pullis. Offene Häuser wie in Pu’er sind dort natürlich nicht so praktisch.

Und auch das Essen hängt mit dem Klima zusammen. Zwar bestimmt Reis mit Beilagen eigentlich überall die Hauptmahlzeiten. Aber wo es so kalt ist, dass man fast nichts anbauen kann, gibt es weniger Gemüse und stattdessen mehr Fleisch.

Außerdem ist es sehr unterschiedlich, wie sehr deutsche Vorurteile gegenüber Chinesen zutreffen. In meiner Provinz zum Beispiel sind die Leute schon fast entsetzt, wenn man sie fragt, ob sie schon mal Hund gegessen haben. In Jiangxi, das deutlich weiter im Osten Chinas liegt, wird dagegen Hundefleisch bei fast jedem größeren Essen serviert. Hund soll übrigens sehr teuer sein, aber auch außergewöhnlich aromatisch schmecken.

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erstellt am 29.Mär.2016 | 05:03 Uhr

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