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Kindernachrichten

17. August 2017 | 13:34 Uhr

Sport : Caiubys zweite Heimat

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Als Profi-Fußballer in Europa spielen – dieser Traum ging für den Kicker aus Brasilien in Erfüllung

Der Winter in Deutschland ist Caiubys größter Feind. Er mag es überhaupt nicht, wenn es draußen kalt und trübe ist.

„Immerhin war Sommer, als ich nach Deutschland gekommen bin“, erzählt der Fußballer. Er kommt aus São Paulo. Das ist die größte Stadt im Land Brasilien in Südamerika. Damit verglichen ist Ingolstadt im Bundesland Bayern geradezu winzig. Dort spielt Caiuby als Stürmer beim FC Ingolstadt in der zweiten Liga. Die Stadt sei „klein, aber fein“, findet Caiuby und lacht. Der Brasilianer spricht gut Deutsch.

Das war aber nicht immer so. Kaum ein Wort konnte er, als er vor knapp sechs Jahren von einem Club in seiner Heimat zum VfL Wolfsburg wechselte. Die Stadt Wolfsburg liegt im Bundesland Niedersachsen. Am Anfang sei es sehr schwierig für ihn gewesen, erzählt Caiuby. „Der Trainer hat mit mir geredet, und ich habe nix verstanden“, sagt er.

Glücklicherweise spielten zu dieser Zeit noch drei andere Brasilianer bei Wolfsburg. „Die haben für mich übersetzt und mir auch sonst sehr geholfen.“ Aber auch die anderen Spieler hätten ihn sehr gut aufgenommen, sagt Caiuby (Foto). Mit vollem Namen heißt er Caiuby Francisco da Silva. Den Wolfsburger Fans war aber selbst Caiuby ein bisschen zu schwierig. Deshalb gaben sie ihm den Spitznamen Kai-Uwe. In Ingolstadt nennt ihn aber kaum noch jemand so. Da ist er für alle einfach Caiu.

Insgesamt fühlt sich der 25-Jährige in Deutschland richtig wohl – auch wenn ihm seine Familie und seine Freunde natürlich manchmal fehlen.

Ursprünglich wollte er am liebsten nach Spanien oder Italien gehen. Dann landete er in Deutschland.

Was er besonders an Deutschland schätzt? „Die Leute hier sind gerade heraus“, sagt Caiuby. Damit meint er: Die Menschen in Deutschland sagen ehrlich, was sie denken. „Man kann sich immer auf ihr Wort verlassen“, sagt Caiuby. Außerdem findet er es toll, dass immer alles so super organisiert ist.

Zwei Mal im Jahr fliegt der Fußballer nach Brasilien. Auch zur Weltmeisterschaft wird er dort sein. „Die meisten Spiele werde ich gemeinsam mit vielen Freunden zu Hause bei meiner Mama gucken“, sagt der 25-Jährige.

Bei zwei Partien wird er als Zuschauer im Stadion sitzen. Wahrscheinlich auch, wenn Deutschland gegen Ghana spielt. Da drückt er dann der deutschen Nationalelf die Daumen. Und wer wird Weltmeister? „Selbstverständlich Brasilien“, sagt Caiuby.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 01:34 Uhr

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