Forscher : Bücher ausleihen am Südpol

Auch Pinguine watscheln an der Bücherei vorbei.
Auch Pinguine watscheln an der Bücherei vorbei.

Durch Schnee und Eis müssen Forscher, wenn sie zur Bücherei wollen.

shz.de von
18. Januar 2015, 15:34 Uhr

Eine Bücherei, an der Pinguine vorbeilaufen? Für einige Forscher am Südpol ist das ziemlich normal. Ihre Bibliothek sieht allerdings ein bisschen anders aus als andere. Wenn die Forscher ein Buch brauchen, verlassen sie ihre Station. Sie laufen einige Meter durch den Schnee und steigen in einen Metall-Kasten. Genauer gesagt, in einen grünen Container.

Dort finden sie Hunderte Bücher. Die Idee zu der Bücherei hatte ein Künstler. Er wollte vor allem für bestimmte Forscher etwas tun: für die wenigen Leute, die auf der Station überwintern.

Da wundert es nicht, dass auch der Weg zur Bibliothek anders ist, als wir ihn kennen. „Bei einem Schneesturm muss sich der Besucher an einer Handleine entlanghangeln“, erzählt ein Forscher, der schon mal im Winter dort war. Dann muss man nur noch die dicken Klamotten ablegen, Pantoffeln anziehen und das Schmökern beginnt.

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