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Handwerk : Bett und Sofa selbstgemacht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Florian Kirchner baut Möbel. Aber nicht aus normalem Holz, sondern aus Paletten. Er hat uns gezeigt, wie das geht.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2017 | 19:16 Uhr

Wenn man Florian Kirchner in seiner Werkstatt besucht, staubt es gewaltig. Der 31-Jährige sägt, schleift und schraubt an besonderen Möbeln herum. Sie sind nicht aus normalen Holzbrettern, sondern aus Paletten. Auf diesen Holz-Unterlagen werden sonst Waren gestapelt und transportiert.

Doch nicht nur dafür sind Paletten gut. Viele Leute stellen sie auch als Möbel in die Wohnung. Florian Kirchner baut und verkauft die Möbel. Oder er verleiht sie für große Veranstaltungen. Seine Sitzmöbel standen zum Beispiel auch schon am Rande großer Autorennen.

Eigentlich könne man sich solche Möbel aber auch einfach selbst bauen, verrät er. Dabei deutet er auf ein kleines Sofa, das mitten in seiner Werkstatt steht. „Hier, das ist ganz einfach zusammengebaut und passt super in jedes Kinderzimmer.“ Für den Anfang braucht man erst mal Paletten. Die bekommt man mittlerweile auch im Baumarkt. „Ich würde unbedingt neue Paletten verwenden“, meint Florian. Gebrauchte sind zwar günstiger, könnten aber mit Chemie verschmutzt oder voller Holzwürmer sein. Nichts, was Eltern gerne in ihrer Wohnung haben. Experten raten deshalb, auf den Aufdruck HT zu achten. Das bedeutet, dass die Palette besonders behandelt wurde.

Für ein kleines Sofa braucht man drei Paletten: zwei für die Sitzunterlage und eine als Rückenlehne. Damit die beiden Paletten für den Sitz nicht verrutschen, muss man sie befestigen. Dafür kippt Florian Kirchner sie einmal auf den Kopf, um sie von unten zu verschrauben. „Dann erkennt man die Schrauben nicht, das sieht besser aus.“ Er benutzt dafür einen Akkuschrauber.

Als Nächstes kommt die Lehne dran. Dafür stellt man zunächst eine Palette hochkant auf ihre längere Seite. Dann schraubt man sie von hinten an die Paletten-Klötze der Sitzunterlage. „Wichtig ist, dass man dafür lange Schrauben verwendet, damit die Lehne nicht abbricht“, erklärt Florian.

Um sich keine Holzsplitter einzufangen, sollte man das fertige Sofa am Ende noch abschleifen. Ganz einfach und schnell geht das mit einer Schleifmaschine, wie Florian zeigt. Aber auch mit einer Raspel, einer Feile oder Schleifpapier lassen sich die Oberflächen glätten. Fehlen nur noch bequeme Polster. Die bekommt man zum Beispiel im Internet. Dann steht dem Entspannen auf dem selbstgebauten Sofa nichts mehr im Weg.

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