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Ausflug : Beiß niemals in eine Kakaobohne!

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hannah und Jonas haben einen tollen Ausflugstipp: Im Hamburger Chokoversum durften sie alles rund um die Schokolade lernen – und naschen.

shz.de von
erstellt am 24.Mär.2016 | 01:47 Uhr

Schokolade! Jeden Tag beißen unzählige Menschen in eine Tafel, entweder um Frust abzubauen oder einfach mal zu entspannen. Doch wo kommt die Schokolade her, und was hat das „Chocoversum“ in Hamburg damit zu tun?

Wir, die Klasse 9L des Fördegymnasiums Flensburg waren in diesem Museum, um uns über die Leckerei zu informieren. Gleich im ersten Raum gab es schon etwas zu naschen. Ein riesiger Schokoladenbrunnen stand dort, und wir konnten die warme Schokolade mit Waffeln probieren. Sie schmeckte wirklich besser als aus dem Supermarkt. Nach der Nascherei erzählte uns die Frau, die uns durchs Museum führte, dass die Schokolade nur in der Nähe des Äquators wächst, also dort, wo es am wärmsten und die Luft am feuchtesten ist, zum Beispiel in Brasilien oder in Mittelafrika. Außerdem kann man die Tafeln nicht einfach vom Baum nehmen, denn Schokolade wird aus Kakaobohnen gemacht, die zuerst aus der Kakaofrucht genommen werden müssen.

Einige von uns haben die Bohnen mit Fruchtfleisch drumherum probiert. Im ersten Moment fühlte es sich einfach nur eklig an. Wie ein kleines Stück Mandarine, dass man in einer einfachen Schüssel Naturjoghurt findet. Wir sollten die Bohne erst mal nur in unserem Mund behalten, doch schon nach kurzer Zeit war die schleimige Substanz um die Bohne herum abgelutscht, und wir bekamen den Befehl, die Bohne zu zerkauen.

Ein kleiner Tipp am Rand: Seid niemals so dämlich wie wir und zerkaut diese Bohne. Danach habt ihr nämlich einen Nachgeschmack im Mund, der einfach nur widerlich ist. Es war wie ein bitteres Stück Pappe, das ihr dann noch runterschlucken müsst.

Doch dann durften wir selber kreativ werden und unsere eigene Schokolade verzieren, mit Gummibärchen, Streuseln, Schokolinsen und anderen Dingen. In der Zeit, in der die Schokolade im Kühlschrank aushärtet, sehen wir uns die Schritte bis zur fertigen Leckerei an. Die Kakaobohnen werden erst getrocknet, von der harten Schale befreit und dann gemahlen, damit man Kakaopulver erhält. Dann braucht man noch Zucker, Kakaobutter und Milchpulver. Die Schoko-Expertin erklärt uns den Unterschied zwischen den Schokoladensorten: „In der Bitterschokolade ist weniger Zucker enthalten und kein Milchpulver, deswegen ist sie vegan! Außerdem hat Bitterschokolade mehr Kakaoanteil, das heißt sie ist gesünder. In Vollmilchschokolade ist mehr Zucker, deswegen schmeckt sie auch so süß. Weiße Schokolade enthält überhaupt keinen Kakao, nur die Kakaobutter, Milchpulver und Zucker. Also ist weiße Schokolade eigentlich gar keine richtige Schokolade.“

Dann sahen wir uns noch an, wie die verschiedenen Inhaltsstoffe vermengt werden und durften auch mal naschen. Den meisten hat die Vollmilchschokolade besser geschmeckt, als die Bitterschokolade, doch Hannah bevorzugt die bittere.

Der letzte Produktionsschritt ist die Verpackungsmaschine, die in Rekordzeit die Schokolade einpackt. Am Ende konnten wir endlich unsere eigene Schokolade in den Händen halten, die bei den meisten noch nicht mal in den Genuss einer Zugfahrt kamen.



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