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Kindernachrichten

15. Dezember 2017 | 19:23 Uhr

Video : Ausflug zu den Wikingern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Museum Haithabu bei Schleswig wird ein Boot wie im Mittelalter gebaut. Die Kina-Reporter haben sich das angeschaut – und auch einen Film darüber gedreht.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 01:35 Uhr

Im Wikingerdorf Haithabu wird ein neues Boot gebaut. Es ist fast zehn Meter lange und zwei Meter breit. Die Besucher des Dorfes können sich später einmal in diesem Boot über das Haddebyer Noor, das ist eine Art See, fahren lassen.

Der Bootsbauer Kai Zausch hat die gesamte Saison daran gearbeitet. Er hat früh morgens angefangen und erst aufgehört, als die Besucher schon lange nach Hause gegangen waren. Die Öffnungszeiten des Museums konnten ihm egal sein, denn er wohnt in der Zeit wie die Wikinger in den Hütten. Aber zum Waschen muss er nicht ins Noor, sondern er kann moderne Duschen und Toiletten im Museum nutzen.

Die Schwierigkeit an seiner Arbeit ist, dass er das Boot nur mit den Werkzeugen baut, die die Wikinger auch hatten – also wie vor 1000 Jahren. Statt Kreissäge und Bohrmaschine benutzt er zum Beispiel Beil und Handbohrer.

Das Wikingerboot ist rund zehn Meter lang und es soll später die Besucher des Dorfes über das Noor fahren. So können sie sich wie echte Wikinger fühlen, da diese früher auch mit ihren Booten auf dem Noor unterwegs waren. Haithabu war nämlich früher ein wichtiger Handelsort. Da es nahe am Wasser gelegen ist, war es mit Booten und Schiffen gut zu erreichen. Die meisten Waren wurden mit dem Schiff angeliefert.

Dabei gingen natürlich auch einige Schiffe unter. Einige wurden ausgegraben, zum Beispiel das königliche Kriegsschiff, das jetzt im Museumsgebäude zu sehen ist. Das liegt zu Fuß etwa zwanzig Minuten von dem Dorf entfernt. Mindestens zwei Boote liegen noch auf dem Grund des Noors. Vor allem kleinere Boote werden schwer zu finden sein. Von solchen besitzt das Dorf zwei Nachbauten, die allerdings nicht im Museum angefertigt wurden. Sie heißen Nökkvi und Sleipnir. Der Name des neuen Bootes wird erst am kommenden Sonntag bekanntgegeben. An diesem Tag wird das Schiff getauft werden und vom Stapel laufen. Bis auf einige Kleinigkeiten ist es fertig und wird zur Taufe fahrbereit sein.

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