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Beruf : Aufpasser über die Flugzeuge

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fluglotsen kümmern sich darum, dass bei dem Gedränge auf den Rollbahnen nichts passiert.

shz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 01:21 Uhr

Überall auf dem Flugfeld stehen sie und warten: Flugzeuge. Einige wollen starten, andere sind gerade erst gelandet.

Sie parken zum Beispiel, damit die Passagiere aussteigen können. Von seinem Arbeitsplatz kann Philipp Anders die vielen Flieger gut sehen. Er ist Fluglotse und arbeitet in einem hohen Turm direkt am Flughafen, dem Tower (gesprochen: taua).

Der Tower ist 54 Meter hoch. Von dort behalten die Fluglotsen den Überblick. Und das ist auch nötig! Ohne Philipp Anders und seine Kollegen würde an den Flughäfen in Deutschland vieles nicht funktionieren. Denn sie sorgen dafür, dass die Flugzeuge sicher starten, fliegen und landen. „Wenn die Flugzeuge 20 Kilometer vor ihrem Ziel sind, fange ich an, mit den Piloten zu sprechen“, erzählt Philipp Anders. Er sagt den Piloten zum Beispiel, ob sie schon landen dürfen oder ob andere Flugzeuge vor ihnen dran sind. „Und ich sage ihnen, wie stark der Wind ist und aus welcher Richtung er kommt. Für die Landung ist das sehr wichtig“, erklärt der 33 Jahre alte Fachmann.

Die Gespräche mit den Piloten bestehen oft nur aus kurzen Anweisungen. „So ist alles klar und deutlich“, erklärt Philipp Anders. Schließlich darf nichts schiefgehen. Deshalb finden auch alle Gespräche auf Englisch statt. Denn die Piloten kommen aus der ganzen Welt.

Auf verschiedenen Bildschirmen können die Fluglotsen sehen, mit welcher Geschwindigkeit die Flugzeuge unterwegs sind und auf welcher Höhe sie fliegen. „Wir müssen wissen, wo sich die Flugzeuge in der nächsten Minute befinden werden. Das rechnen wir alles im Kopf mit“, erzählt Philipp Anders. Nur so kann er sicher sein, dass die Flugzeuge sich nicht in die Quere kommen.

Die Fluglotsen müssen sich deshalb bei ihrer Arbeit gut konzentrieren – und das ist anstrengend. Philipp Anders arbeitet am Flughafen Tegel in der Stadt Berlin. Dort starten und landen manchmal über 50 Flugzeuge in einer Stunde.

Um alle diese Flugzeuge müssen sich die Fluglotsen kümmern. Deshalb dürfen die Lotsen dort nur zwei Stunden am Stück arbeiten. Dann machen sie eine halbe Stunde Pause. Erst danach dürfen sie ausgeruht weiterarbeiten. Denn schließlich haben sie eine große Verantwortung: alle Flieger und die Fluggäste sicher ans Ziel zu bringen.

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