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Reportage : Auf Spurensuche bei der Kripo

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kina-Reporter blicken hinter die Kulissen.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2017 | 18:36 Uhr

Spurensuche, Raubzüge und Verfolgungsjagden sind nicht nur was für die drei ???, sondern echte Fälle für die Kriminalpolizei! Die Hauptkommissare Meik Waskowiak und Astrid Rehder wissen genau, wie es dort zugeht, denn sie arbeiten bei der Kriminalpolizei – kurz Kripo – in Flensburg. Bei einer Führung durch das Polizeipräsidium haben sie den Kina-Reportern die Zellen, das Labor der Spurensicherung, Büros und Streifenwagen gezeigt – und erklärt, wie die Ermittler arbeiten.

Der Job des Kriminalpolizisten ist nicht so, wie man ihn aus Krimis kennt. Dort kann man immer genau erkennen, wer Polizist und wer Zivilist ist. Die Kriminalpolizisten tragen aber keine Uniform sondern normale Kleidung. Und auch an ihren Autos kann man sie nicht erkennen, denn sie sind einfach schwarz oder silbern. Im Krimi sind die Polizisten meistens alleine oder zu zweit, während die Kriminalpolizisten immer im Team arbeiten.

Teilweise ist das Lösen eines Falles sehr schwer, zum Beispiel weil die vorhandenen DNA-Proben nicht mit dem mutmaßlichen Täter übereinstimmen. Da Polizisten auch ans Gesetz gebunden sind, können sie zum Beispiel nicht einfach Wohnungen durchsuchen. Ein einzelner Fall kann also unterschiedlich lange dauern, einige sogar mehrere Jahre. Das bezieht sich auch auf die Umstände, denn die Kripo bekommt nicht immer viele Informationen zu den Fällen.

Habt ihr euch schon mal gefragt, was zu einer richtigen Polizeiausrüstung gehört? Die meisten Polizisten tragen bei jedem ihrer Fälle eine Waffe, Handschellen, eine schwere schuss- und stichfeste Schutzweste und eine Taschenlampe. Um den Tatort und alle anderen wichtigen Details festhalten zu können, tragen Polizisten immer eine Kamera bei sich. Zur Spurensicherung tragen sie Mundschutz und Handschuhe, um keine eigenen DNA-Spuren zu hinterlassen. Sie sind meistens aber nicht die ersten am Tatort.

„Die Schutzpolizei ist immer auf Abruf bereit und kommt bei einem Anruf sofort, um vor Ort zu sein und die Menschen zu schützen“, sagt Kommissar Waskowiak. Die Kripo bekommt die Fälle meist von der Schutzpolizei weitergegeben. Sie untersucht Tatorte und macht Verbrecher ausfindig.

Bei den einzelnen Fällen gibt es keine festgelegte Vorgehensweise, es bezieht sich alles auf den Täter, das Opfer, die Zeugen und die Schwere des Falles. Jedoch suchen sie bei allen Fällen nach Spuren, Videobeweisen und DNA. Sie befragen außerdem auch Zeugen.

In Städten wie Flensburg ist die Kriminalitätsrate höher als auf dem Land. Das liegt daran, dass es in der Stadt mehr Menschen gibt, und damit viel mehr Möglichkeiten zum Stehlen, zum Einbrechen und zur Körperverletzung. Was allerdings hier in Flensburg am meisten passiert, sind Autoaufbrüche, bei denen Autoradios, Handtaschen oder Portemonnaies gestohlen werden. Im Vergleich mit anderen Städten ihrer Größe hat Flensburg aber eine durchschnittliche Kriminalitätsrate.

 

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