zur Navigation springen

Unterwegs : Auf dem Rummelplatz mit der eigenen Losbude

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jeden Tag auf dem Jahrmarkt - davon träumen viele Kinder. Willi Wilken ist mit seiner Familie über die Hälfte des Jahres mit der Kirmes unterwegs.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 05:04 Uhr

Prall gefüllte Losbuden, gruselige Geisterbahnen, Stände voller Süßigkeiten: Auf Jahrmärkten gibt es viel zu erleben. Die meisten Leute besuchen die Kirmes in ihrer Freizeit, um Spaß zu haben. Schausteller dagegen arbeiten dort.

Willi Wilken ist einer von ihnen. Mit seiner Frau betreibt er zwei Geschäfte: eine Losbude und einen Stand für Getränke. Schausteller wie Willi Wilken sind viel unterwegs. Sieben Monate im Jahr sei er weg von Zuhause, sagt der Mann. Ostern geht es los. Dann ist der Schausteller bis Weihnachten fast immer auf Achse. Insgesamt zu rund 20 verschiedenen Volksfesten fährt er in dieser Zeit. Gerade arbeitet er auf einem Fest in der Stadt Bremen.

Unterwegs schläft Willi Wilken mit seiner Frau und seinen Kindern in einem großen Wohnwagen. Der ist fast wie eine richtige Wohnung.

Tagsüber verbringt der Schausteller die meiste Zeit bei seinen Geschäften. Willi Wilken arbeitet auch bei Regen und Sturm. „Das ist ein Risiko des Berufs“, sagt er. Er will aber keinen anderen Job. Ständig an einem Ort zu leben, kann er sich nicht vorstellen.

Schon als Kind war Willi Wilken unterwegs auf Festen. Er ist in vierter Generation Schausteller. Das heißt: Sogar seine Ur-Großeltern übten diesen Beruf aus. So etwas komme bei Schaustellern häufig vor, erklärt eine Expertin.

Willi Wilken hat einen Sohn und eine Tochter. Sein Sohn Franz ist acht Jahre alt. Ihn stört es nicht, dass er viel von Zuhause weg ist. „Es ist schön, unterwegs zu sein“, sagt er. Ob Franz später auch einmal Schausteller wird, weiß er aber noch nicht. „Vielleicht werde ich auch Schauspieler“, sagt der Junge.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen