Schule : Auch bei schlechten Noten: Immer raus mit der Wahrheit!

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15. Juli 2015, 01:15 Uhr

Endlich Ferien! Aber halt: Vorher gibt es noch Zeugnisse. Manche Schüler freuen sich darauf. Anderen kann das Zeugnis aber den Start in den Urlaub ganz schön vermiesen. Was tut man, wenn man Angst hat, das Zeugnis den Eltern zu zeigen? Experte Thomas Gödde hat im Kina-Interview einige Tipps verraten.

Was tue ich, wenn ich Angst vor meinem Zeugnis habe?

Ein schlechtes Zeugnis kommt ja meist nicht überraschend. Meist hat man im Schuljahr schon Noten bekommen und weiß etwa, wo man steht. Wenn man merkt, dass man in einem Fach nicht mitkommt, sollte man das rechtzeitig mit dem Lehrer oder den Eltern besprechen und nicht erst auf das Zeugnis warten.

Und wenn man trotzdem Angst hat, das Zeugnis zu Hause zu zeigen?

Oft hilft es, wenn man gleich die Wahrheit sagt und nicht drumherum redet. Wenn man Angst vor Schimpfe hat, sollte man das auch so sagen. Dann wird es meist nicht so schlimm. Man kann auch den Lehrer bitten, die Eltern schon mal ein bisschen darauf vorzubereiten.

Manche Eltern reagieren auf ein schlechtes Zeugnis mit Hausarrest oder Computer-Verbot. Haben Sie Tipps, wie man solche Strafen verhindert?

Man sollte nicht nur die Reaktion der Eltern abwarten. Es kann helfen, selbst Vorschläge zu machen, wie man seine Leistung verbessern will. Zum Beispiel indem man gemeinsam übt oder einen Nachhilfe-Lehrer sucht.

Und wenn man sich absolut nicht traut, den Eltern das Zeugnis zu zeigen?

Für solche Fälle gibt es Beratungs-Lehrer oder Vertrauens-Lehrer an vielen Schulen. Außerdem gibt es Zeugnistelefone oder Sorgentelefone, wo man mit Experten über seine Probleme sprechen kann – auch ohne, dass man seinen Namen nennen muss. Die versuchen dann, eine Lösung für das Problem zu finden.

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