Sozialer Tag : Arbeiten fürs Kinder-Kochmobil

Noch ist es nur eine Idee: das Kochmobil. Aber mit der Hilfe der Schüler und weiteren Spenden könnte es Ende des Jahres schon Wirklichkeit werden.
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Noch ist es nur eine Idee: das Kochmobil. Aber mit der Hilfe der Schüler und weiteren Spenden könnte es Ende des Jahres schon Wirklichkeit werden.

Ein Flensburger Jugendzentrum möchte Spaß am Kochen und gesunde Ernährung zu Kindern und Jugendlichen bringen. Eine Schule hilft dabei.

shz.de von
08. Juli 2015, 01:23 Uhr

Ich habe gestern für den sozialen Tag des Fördegymnasiums in Flensburg beim sh:z gearbeitet. Meine Schule hat sich entschlossen, nicht beim bundesweiten sozialen Tag mitzumachen, sondern ein eigenes Projekt zu unterstützen. Je nach Klassenstufe kann unterschiedlich lang gearbeitet werden, aber maximal acht Stunden. Meine Aufgabe: Als Redakteurin für einen Tag soll ich schreiben, wofür das erarbeitete Geld gespendet und eingesetzt wird.

Deshalb habe ich Kai Schröder, den Leiter des Jugendzentrums Ausländische Arbiterkinder (AAK) Flensburg, welches die Spenden erhalten wird, dazu befragt. Er will das Geld für einen Anhänger einsetzen, in dem Kinder kochen lernen können. Das gekochte Essen können Kinder und Jugendliche dann für sehr wenig Geld kaufen. Durch den Anhänger möchte Kai Schröder Kindern das Kochen beibringen. Nebenbei lernen sie auch noch, wie man sich gesund und trotzdem lecker ernähren kann.

Kai verfolgt diese Idee schon lange, nämlich sieben Jahre. Da es ein „mobiles Kochstudio“ ist, kann es einfach zu Veranstaltungen wie Sommerfesten oder dem Jahrmarkt fahren und somit vielseitig eingesetzt werden. Eine weitere Idee von Kai Schröder ist, dass Kinder, die schon in der mobilen Küche Kochen gelernt haben, es anderen Kindern näherbringen können. Denn es macht Kindern sicher mehr Spaß, von ihresgleichen zu lernen. Außerdem hat er die Idee, das benötigte Gemüse selbst anzubauen, um Kindern auch dieses näherzubringen.

Schon lange möchte Kai Schröder sich mehr dafür einsetzen, dass Kinder ein Mittagessen bekommen. Denn viele Eltern arbeiten den ganzen Tag und haben keine Zeit zu kochen.

Um sein Projekt zu finanzieren, braucht er 15  000 bis 20  000 Euro. Es wird deshalb eine weitere Aktion geben, um das restliche Benötigte Geld zu bekommen. So viel Geld wird unter anderem für die Ausstattung benötigt, denn er braucht ja nicht nur einen Anhänger oder Bus, sondern auch einen Backofen, einen Herd, viel Arbeitsfläche, ein Waschbecken, einen Grill, eine Küchenmaschine zum Backen, außerdem Schürzen und vielleicht eine Friteuse. Aber neben der Ausstattung kann der Bus nicht einfach weiß sein, denn es sollen ihn ja alle sehen. „Er muss schon stylisch aussehen!“, meint Kai lachend. Und er hat noch mehr Ideen: Vielleicht können aus den Rezepten, die Kinder und Jugendliche nachgekocht haben, Kochbücher entstehen, damit sie leckere Gerichte zu Hause, vielleicht sogar allein, nachkochen.

Eventuell wird es sogar eine eigene Homepage mit Login für Schüler geben, die sich dann den Anhänger herbestellen und Kochvorschläge äußern können. Vielleicht will er die Schüler und Schülerinnen beim Kocher sogar filmen und es dann anschließend auf die Homepage stellen.

Von unserer Schule machen rund 720 Schüler und Schülerinnen mit. Wenn ihr auch etwas zu dem Projekt beitragen wollt, könnt ihr auf der Homepage des Jugendzentrums spenden: www.aak-fl.de.



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