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Ausland : Applaus für den Englisch-Lehrer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Obwohl er kein Superstar ist, wollen die chinesischen Schüler Fotos und Autogramme von dem 19-Jährigen haben.

In Pu’er, wo ich nun seit fast einem Monat lebe, gibt es nur sehr wenige Ausländer. Das heißt Europäer, Australier oder Amerikaner. Manche Chinesen hier kennen Leute, die deutsch aussehen, nur aus den Medien, also zum Beispiel dem Fernsehen oder Werbung. Deshalb werden wir, wenn wir durch die Straßen laufen, schon fast als kleine Sensation wahrgenommen. Viele Leute gucken einen an, und manchmal werden wir von Wildfremden gefragt, ob sie ein Foto mit uns machen können.

Hier an der Schule war es am Anfang noch krasser. Als ich zum ersten Mal in eine Klasse kam, staunten die Schüler regelrecht und fingen dann schnell an zu klatschen, um mich willkommen zu heißen. Nach der Stunde dann das einige Male wiederkehrende Ritual:

1. der Versuch, auf Chinesisch zu erklären, dass meine Telefonnummer geheim ist

2. Fotos machen mit allen Schülern einzeln

3. dann doch zumindest meine E-Mail-Adresse herausrücken.

In einer Klasse musste ich sogar schon, bevor der Unterricht angefangen hatte, auf Heften unterschreiben...

Viele Menschen hier sind einfach unglaublich an Europa und der westlichen Welt interessiert.

Leider kommt es mir auch so vor, als ob zumindest einige gerne so wären wie wir, nur weil wir Europäer sind. Das finde ich sehr schade, weil mir so viele Chinesen mit ihrer Art schon so sehr ans Herz gewachsen sind.


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erstellt am 13.Nov.2015 | 05:25 Uhr

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