Politik : Anna kämpft für Menschenrechte

Freiheit statt Kontrolle  für die Menschen in Russland fordert die Amnesty-International-Jugend in Hamburg .
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Freiheit statt Kontrolle für die Menschen in Russland fordert die Amnesty-International-Jugend in Hamburg .

Jeder kann etwas gegen Unrecht tun. Kina-Reporterin Anna Philipsen berichtet vom Jugend@Amnesty-Treffen in Hamburg.

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21. November 2013, 00:34 Uhr

Seit zwei Jahren engagiere ich mich bei Amnesty International. Jeden Montag treffe ich mich mit meiner Schulgruppe am Bernstorff Gymnasium in Satrup.

So wie alle Amnesty-Gruppen auf der ganzen Welt setzen wir uns für die Rechte der Menschen ein. Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu helfen, die zum Beispiel auf Grund ihrer Hautfarbe aus ihrem Heimatland vertrieben werden, unter Folter leiden oder zu Unrecht im Gefängnis sind. Dies erreichen wir durch Unterschriften sammeln oder Briefe schreiben. Am wichtigsten ist uns aber, alle Menschen über die Probleme anderer Menschen zu informieren.

Jedes Jahr treffen sich Jugend- und Hochschulgruppen von Amnesty International in einer Stadt Deutschlands. In diesem Jahr war ich das erste Mal bei „Jugend@Amnesty“ dabei. Am Freitag fuhr ich zusammen mit Ina Wende aus meiner Jugendgruppe nach Hamburg. Dort trafen wir auf über 200 andere Teilnehmer. Am Abend haben wir mehr über die Arbeit der anderen Gruppen erfahren– sehr interessant! Wir haben viele neue Ideen bekommen, was wir zu Hause mit unserer eigenen Gruppe für Aktionen machen könne.

Am Sonnabend wurden Workshops zu verschiedenen Themen angeboten. Wir entschieden uns für „My body, my rights“. Der Workshop trägt den Namen der neuen Amnesty Kampagne, in der wir dafür kämpfen, dass jeder Mensch alleine bestimmen kann, was mit seinem Körper geschieht.

Beim zweiten Workshop arbeiteten wir zu dem Thema „Asyl“. Es ging um Personen, die aus ihrem Land fliehen, oder in Europa ein neues Leben beginnen wollen. Sie haben es nicht leicht, eine Erlaubnis zum Bleiben zu bekommen, und es ist ein Teil unserer Arbeit, diesen Menschen zu helfen.

Am Nachmittag stand der große Höhepunkt des Wochenendes an: Alle „Amnestys“ versammelten sich in der Hamburger Innenstadt, um die Passanten auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Mit großen Bannern, Schildern und Kerzen zogen wir durch die Straßen. Wir baten um Unterschriften, Spenden und verteilten Flyer zum Thema „My body, my rights“. Es war eine sehr gelungene Aktion, vor allem wegen der Motivation der Teilnehmer. Neben den deutschen Gruppen waren Menschen aus England, Italien, Schweden, Belgien, Dänemark und Ghana vor Ort, um uns von ihrer Arbeit zu berichten. Besonders interessant fanden wir die Arbeit von Amnesty in Ghana. Die größte Aufgabe der Menschenrechtler dort ist es, ihrem eigenen Land zu helfen, während wir Deutschen so gut wie immer Leuten in anderen Ländern helfen. Das kommt, weil es in Ghana viel mehr Probleme gibt als in Deutschland. Viele Menschen dort sind arm und leben in sogenannten Slums ohne sauberes Wasser oder Strom.

Insgesamt war das Wochenende eine tolle Erfahrung, und ich habe sehr viel dazu gelernt. Mir hat es großen Spaß bereitet, mich mit anderen Leuten auszutauschen, die jeden Tag dieselbe Arbeit machen wie ich und die dasselbe Ziel verfolgen: Wir alle versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen und den Menschen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen.

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