Tiere : Alte Bonobos sehen schlechter

Forscher haben Fotos von 14 freilebenden Bonobos zwischen 11 und 45 Jahren ausgewertet, die diese beim gegenseitigen Lausen zeigte. Dabei haben sie herausgefunden, dass die älteren Tiere mehr Abstand halten müssen, um richtig zu sehen. Sie sind also weitsichtig.
Forscher haben Fotos von 14 freilebenden Bonobos zwischen 11 und 45 Jahren ausgewertet, die diese beim gegenseitigen Lausen zeigte. Dabei haben sie herausgefunden, dass die älteren Tiere mehr Abstand halten müssen, um richtig zu sehen. Sie sind also weitsichtig.

shz.de von
08. November 2016, 01:48 Uhr

Eine Brille wäre jetzt gut! Aber für Bonobos gibt es diese Sehhilfe nicht. Bonobos sind Menschenaffen. Forscher fanden heraus: Im Alter sehen diese Affen oft schlechter.

Bonobos zählen wie Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans zu den Großen Menschenaffen. Das sind die nächsten Verwandten des Menschen im Tierreich. In freier Natur leben Bonobos in Wäldern etwa in der Mitte Afrikas.

Ähnlich wie viele Menschen werden diese Affen weitsichtig – das passiert um das Alter von etwa 40 Jahren herum. Das heißt, ihre Augen können sich nicht mehr so gut auf die Nähe einstellen. Die Forscher hatten sich Fotos von freilebenden Bonobos angeschaut.

Auf den Fotos lausten sich die Affen gegenseitig. Dabei suchen sie das Fell nach lästigen Krabbeltierchen und Schmutz ab. Die älteren Bonobos mussten ihre Arme dafür länger ausstrecken als die jüngeren. Der Grund: Sie sahen schlechter. Ähnlich wie ältere Leute, die beim Lesen die Zeitung weiter weg halten.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen