zur Navigation springen

Politik : Als Kind hatte die Kanzlerin Angst, ins Wasser zu springen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Angela Merkel will auch noch nach der Wahl Regierungschefin bleiben. Dass so einmal ihr Leben aussieht, hätte sie als Kind bestimmt nicht gedacht.

„Mein Traum: Einmal mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok reisen.“ Das schreibt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer Facebook-Seite. Auf dieser Reise durch Russland könnte sich die Politikerin vielleicht auch etwas unterhalten. Denn als Schülerin lernte Angela Merkel die russische Sprache.

Sie sprach sehr gut russisch – so gut, dass sie eine Sprach-Olympiade in der DDR gewann. Die DDR war das Land, in dem Angela Merkel als Kind aufwuchs. Damals war Deutschland noch in zwei Länder geteilt: die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR, und die Bundesrepublik Deutschland.

Angela Merkel wuchs in Templin auf. Die Stadt liegt im Bundesland Brandenburg. Dort ging Angela Merkel auch zur Schule. „Sie war eine sehr gute Schülerin“, sagt Jacqueline Boysen. Die Expertin weiß viel über die Kanzlerin, weil sie ein Buch über sie geschrieben hat. Für das Buch sprach Jacqueline Boysen mit Leuten, die Angela Merkel kennengelernt haben, bevor sie Kanzlerin wurde. „Sie war wissbegierig, aber keine Streberin“, erzählt die Expertin. Angela Merkel kam aus einer Pastoren-Familie: Ihr Vater war evangelischer Pfarrer. Doch zwischen der evangelischen Kirche und dem Staat DDR lief es nicht gut. Den Chefs der DDR passte es etwa nicht, dass Kirchen-Leute oft andere Ansichten hatten als sie. Diese Menschen wurden also vom Staat oft besonders beäugt.

Zu Hause bekam Angela Merkel beigebracht, dass sie in der Schule erfolgreich sein muss. Und so lernte sie fleißig. „Sie war beliebt und hatte Freunde in der Klasse“, erzählt Jacqueline Boysen. „Sie war aufgeweckt und konnte gut reden.“

Einer Zeitschrift erzählte die Kanzlerin einmal über sich als Kind: „Ich habe viel geplappert. Im Grundsatz rede ich auch heute gern, was mir in meinem Beruf durchaus entgegenkommt.“ Mit Sport hatte es die Kanzlerin dagegen nicht so: Angela Merkel sagte einmal über sich, sie sei als Kind ein Bewegungs-Idiot gewesen. Sie lernte zum Beispiel ziemlich spät laufen. „Und im Schwimm-Unterricht traute sie sich nicht ins Becken zu springen“, sagt die Expertin. „Sie war eben zaghaft und zurückhaltend.“

Heute ist Angela Merkel als Kanzlerin nicht mehr so zurückhaltend. Das kann sie auch nicht sein, wenn es um eine wichtige Wahl geht: die Bundestagswahl. Die ist am 22. September. Schließlich wollen die Politikerin und ihre Partei CDU die Wahl gewinnen – und Angela Merkel will noch weitere vier Jahre Bundeskanzlerin bleiben. Ob es klappt?

zur Startseite

von
erstellt am 10.Sep.2013 | 18:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen