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Mitmachen : Alle stehen auf Glitzer-Schleim

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Noa und Carlotta stellen den Schleim selbst her – genau wie viele andere Kinder in Amerika.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 01:51 Uhr

Der glitzernde Schleim klebt und schwabbelt. Wenn man mit den Händen reintaucht, macht er lustige Geräusche. Noa und Carlotta machen die Glibbermasse am liebsten selbst. Sie sind große Fans des klebrigen Zeugs – genau wie viele andere Mädchen im Land USA. Dort ist im Moment überall von Slime (gesprochen: slaim) die Rede.

Noa und Carlotta sind neun und zehn Jahre alt und leben in Potomac. Das ist ein Ort nicht weit entfernt von der Hauptstadt Washington.

Carlottas himmelblauer Glitzer-Schleim riecht nach Waschmittel. Er zieht wie ein Riesenkaugummi lange Fäden, die aber nicht reißen. „Ich liebe es, Slime zu kneten. Das macht Super-Spaß. Und es beruhigt mich, wenn ich mal aufgeregt bin vor einer Klassenarbeit“, erzählt Carlotta. Noa drückt auf einem türkisgrünen Batzen Schleim herum. „Meine Schwester in der siebten Klasse macht oft Slime selber“, sagt das Mädchen. „Sie wollte ihn auch in der Klasse an ihre Freundinnen verkaufen, aber unsere Schule hat das verboten.“ Das glibberige Zeug gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Manche machen sahnigen „Fluffy-Slime“, andere Knister-Schleim mit winzigen Kügelchen. Schon ein paar Zutaten reichen für den Schleim aus: Lebensmittelfarbe, flüssiges Waschmittel und Bastelkleber. Im Internet findest du viele Anleitungen und Videos.

Weil die Begeisterung so groß ist, geht teilweise sogar schon der Nachschub aus. Vor allem weißer Bastelkleber ist immer mal wieder ausverkauft. Manche Eltern beschweren sich schon, weil sie von Laden zu Laden fahren müssen. Auch in Deutschland kommt das glibberige Zeug gut an. Internet-Stars wie die Youtuberin Bibi haben schon ausprobiert, den Schleim herzustellen.

Jillian Getlik aus den USA ist schon eine Art Slime-Profi. Die Schülerin lebt in der Großstadt New York. Zusammen mit zwei Freundinnen verkauft sie selbst gemachten Schleim in der Schule. An Laptops planen die drei Mädchen ihre Arbeit: wie viel sie herstellen wollen, was sie dafür einkaufen müssen und wie viel Geld sie einnehmen können.

Jillian sucht außerdem nach neuen Möglichkeiten, den Schleim zu verkaufen – zum Beispiel an Jungs. Neben Glitzer-Slime hat sie gerade eine neue Variante im Angebot. „Slime, der aussieht wie Erbrochenes. Er ist grün und echt eklig.“

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