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Kindernachrichten

17. Oktober 2017 | 08:35 Uhr

Tiere : Abwarten und wenig bewegen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fische überwintern am Grund des Sees und warten dort den Winter ab. Um ihn gut zu überstehen, haben die Fische ein paar Tricks drauf.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Normalerweise lungern Fische in der kalten Jahreszeit tief unten auf dem Grund des Sees herum. Sie bewegen sich nur noch wenig, atmen seltener und fressen so gut wie nichts mehr. Sobald die Seen und Teiche dick zugefroren sind, ziehen sich die Tiere nach unten zurück. Dort warten sie den Winter ab.

Dabei nutzen die Fische eine besondere Eigenschaft des Wassers: Wenn Wasser kälter wird als vier Grad Celsius, dehnt es sich aus. Kälteres Wasser ist leichter als wärmeres – es schwimmt oben. Das kann man sich gut vorstellen, wenn man einen Eiswürfel in ein Glas Saft wirft. Auch der Eiswürfel schwimmt oben. Während die Wasser-oberfläche also schon gefroren ist, können die Tiere unten auf dem Grund überleben. Dort ist es zwar auch ziemlich kalt, aber immerhin etwas wärmer als weiter oben.

Fische gehören zu den wechselwarmen Tieren. Das bedeutet: Ihre Körper-Temperatur schwankt deutlich stärker als etwa bei uns Menschen. Die Körper-Temperatur der Fische passt sich jeweils der Umgebung an. Wenn also das Wasser sehr kalt ist, dann sinkt auch ihre Temperatur. Dadurch werden die Fische immer träger und langsamer. Sie bewegen sich nur noch, wenn es unbedingt sein muss.

„Sobald es kalt wird, fahren die Fische ihren Stoffwechsel so weit wie möglich herunter“, erklärt ein Experte. Sie atmen nicht mehr so schnell, auch ihr Herz schlägt extrem langsam. So sparen die Fische Kraft – und vor allem auch Sauerstoff. „Wenn der See erst einmal gefroren ist, müssen die Fische mit dem Sauerstoff auskommen, der noch im Wasser gespeichert ist. Solange der See gefroren ist, kommt nämlich kein neuer Sauerstoff hinzu. Würden sich die Fische putzmunter bewegen, würden sie zu viel Energie und Sauerstoff verbrauchen. Also heißt es: herumlungern und warten, bis es wieder wärmer wird.

 

 

 

 

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