Auftakt in der Landeshauptstadt : Kieler Woche: Drei Millionen Besucher erwartet

Musiker des Marinemusikkorps begrüßen im Kieler  Marinehafen die einfahrenden Kriegsschiffe. Foto: dpa
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Musiker des Marinemusikkorps begrüßen im Kieler Marinehafen die einfahrenden Kriegsschiffe. Foto: dpa

Kiels fünfte Jahreszeit beginnt: Zur Kieler Woche werden erneut drei Millionen Besucher an der Förde erwartet. Neun Tage lang herrscht auf dem Wasser und an Land Partystimmung.

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22. Juni 2013, 09:16 Uhr

Kiel | Ausnahmezustand auf und an der Kieler Förde: Mit bis zu drei Millionen Gästen aus aller Welt feiert Schleswig- Holsteins Landeshauptstadt die Kieler Woche. Bereits am Freitag gab es zum traditionellen Soundcheck zahlreiche Musikkonzerte und Trubel an Land - heute ertönt auf dem Rathausplatz das offizielle Startsignal.
Dann eröffnet Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) das Sommerfest gemeinsam mit der mehrfachen Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn. Nach kurzer Zeremonie mit Signal "Leinen los!" aus einem Typhon, einer Art Schiffshupe. Anschließend bittet Singer-Songwriter Albert Hammond ("It Never Rains In Southern California") zum ersten Top-Konzert des Abends.

Eintritt für die Fantastischen Vier

Auch das Musikprogramm an den übrigen Veranstaltungstagen kann sich traditionsgemäß sehen lassen. Mit dabei sind Nena, Silbermond und die Partyband Die Atzen ("Das geht ab!"). Auch die Fantastischen Vier treten auf - im Gegensatz zu den meisten anderen Konzerten bei der Kieler Woche wird für die bekannten Hip-Hopper allerdings Eintritt verlangt.
Die Kieler Woche gilt als weltgrößtes Segelereignis und größtes Sommerfest im Norden Europas. Zu Kiels fünfter Jahreszeit werden bis zum 30. Juni erneut etwa drei Millionen Besucher aus aller Welt erwartet. An den Segelregatten nehmen 4500 Sportler aus mehr als 50 Staaten teil. Zu den prominenten Startern zählt Olympiasieger und Americas-Cup-Gewinner Jochen Schümann. Am Marinestützpunkt sind über 60 Schiffe und Boote aus elf Nationen eingelaufen.

Maritimer Höhepunkt ist die Windjammerparade

Erster Höhepunkt ist morgen die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises, mit dem jedes Jahr herausragende Ökonomen, Politiker und Unternehmer ausgezeichnet werden.
Preisträger in diesem Jahr sind die frühere norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph. E. Stiglitz und der ehemalige afrikanische Mobilfunkunternehmer Mo Ibrahim.
Maritimer Höhepunkt ist die Windjammerparade am 29. Juni. Sie wird erstmals seit 2009 wieder vom Segelschulschiff "Gorch Fock" angeführt. Dahinter sind rund 100 Groß- und Traditionssegler zu sehen - zum Beispiel das russische Segelschulschiff "Sedov", das einst in Kiel gebaut wurde. Mit knapp 118 Metern Länge gilt es laut Organisatoren als größtes noch fahrendes Traditions-Segelschiff der Welt. Zum ersten Mal dabei ist der hölzerne Riese "Götheborg".

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