Berlin : JVA Tegel: Mörder verlängerte seinen Freigang

Erneut wurde in der Bundeshauptstadt ein Häftling nach einem Freigang vermisst.

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07. Januar 2018, 16:07 Uhr

Berlin | In Berlin wurde erneut ein Häftling vermisst. Wie die Bild-Zeitung am Sonntagnachmittag berichtete sei ein verurteilter Mörder nach einem Freigang zunächst nicht in die Justizvollzugsanstalt in Berlin-Tegel zurückgekehrt. Die Polizei fahndete nach dem Mann.

Er soll etwa Ende 40 sein und in der Sozialtherapie betreut werden. Nach Bild-Informationen habe er nach seinem ersten unbegleiteten Ausgang am Sonntagmorgen in der JVA angerufen und erklärt, dass er erst am Abend zurückkomme. Mittlerweile gab der Sprecher des Justizsenator aber bekannt, dass der Gefangene gegen 14 Uhr freiwillig zurückgekehrt sei. Was er in der Zwischenzeit gemacht hat, ist nicht bekannt.

Seit dem 28. Dezember wird in Berlin über die Sicherheit der Gefängnisse diskutiert. An diesem Tag waren gleich vier Männer aus dem geschlossenen Vollzug der JVA Plötzensee entkommen. Alle sind bereits wieder hinter Schloss und Riegel, wie Justizsenator Dirk Behrendt mitteilte.

Kurz darauf kamen zudem fünf weitere Männer aus dem offenen Vollzug nicht von ihren Freigängen zurück. Es wurde in diesem Fall darauf verwiesen, dass „Ersatzfreiheitsstrafer“ nur in Haft seien, weil sie etwa Geldstrafen wegen Schwarzfahrens nicht zahlen konnten. Es gebe geringere Sicherheitsstandards, weil sie keine gefährlichen Kriminellen seien.

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